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Lehrlingsausbildung zahlt sich aus

Es lohnt sich für Privatbetriebe, Lehrlinge und Lehrtöchter auszubilden. Das weist eine jüngst vorgestellte Studie nach.

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hatte sie bei der Universität Bern in Auftrag gegeben.

Laut der von Stefan Wolter verantworteten Studie haben die Schweizer Unternehmen im Jahr 2000 rund 4,8 Mrd. Franken in die Lehrlingsausbildung investiert. Die Auszubildenden sorgten gleichzeitig für einen Unternehmensumsatz von 5,18 Mrd. Franken. Lehrlingsausbildung sei daher profitabel, sagte Wolter.

Die Studie wurde vom BBT im Vorfeld der Abstimmung vom 18. Mai über die Lehrstellen-Initiative vorgestellt. Das Volksbegehren der Gewerkschaften will den Lehrstellen-Mangel bekämpfen und ein Recht auf berufliche Grundausbildung sichern. Dafür hätten die Arbeitgeber einen Fonds zu äufnen.

400 Millionen Gewinn

Wolters Studie basiert auf einer repräsentativen Umfrage bei 2352 ausbildenden Unternehmen. Der Nettogewinn von rund 400 Millionen Franken aus der Ausbildung hängt laut der Studie vom Lehrjahr, vom Wirtschaftszweig und der Betriebsgrösse ab. Das letzte Lehrjahr sei für die Betriebe das profitabelste, sagte Wolter.

Bei etwa zwei Drittel der Unternehmen lohnen sich laut Wolter die Investitionen in die Lehrlingsausbildung bereits während der Lehre. Beim verbleibenden Drittel, oft Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten, rentiere die Ausbildung erst nach dem Diplomabschluss.

Erst mit 17 in die Lehre

In der Schweiz werden jährlich in den Betrieben und den 400 Berufsschulen rund 188'000 Lehrlinge und Lehrtöchter ausgebildet und 60'000 Diplome ausgefertigt. 14'000 Lehrkräfte sorgen für den Unterricht, sagte Adelheid Bürki-Schmelz, Direktorin des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Laut der BFS-Direktorin ist die Berufsbildung wieder beliebter geworden. Doch stiegen die Lehrlinge und Lehrtöchter immer mehr über Umwege in die Ausbildung ein. Deshalb seien sie heute zu Beginn der Lehre im Mittel 17,5 Jahre alt. Schwindend sei die Berufstreue: Nur ein Drittel bleibe beim erlernten Beruf.

Task Force an der Arbeit

In letzter Zeit hätten sich die Zeichen für einen erneuten Lehrstellen-Rückgang verstärkt, sagte BBT-Direktor Eric Fumeaux. Die von Wirtschaftsminister Joseph Deiss eingesetzte "Task Force Lehrstellen 2003" habe jetzt ihr Arbeitsprogramm festgelegt. Ihr Ziel sei es, für alle eine Lehrstelle oder eine Übergangslösung zu finden.

swissinfo und Agenturen

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