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Leuenberger warnt: Stromliberalisierung kostet Arbeitsplätze

Energieminister Moritz Leuenberger erwartet einen starken Stellenabbau in der Strombranche. Gefährdet seien mindestens 4000 Stellen, vor allem in den Randregionen, sagte Leuenberger in einem Interview mit dem "Sonntagsblick".

Dieser Inhalt wurde am 09. April 2000 - 11:10 publiziert

Energieminister Moritz Leuenberger erwartet einen starken Stellenabbau in der Strombranche. Gefährdet seien mindestens 4000 Stellen, vor allem in den Randregionen, sagte Leuenberger in einem Interview mit dem "Sonntagsblick".

20 bis 30 Prozent der heute bestehenden Arbeitsplätze dürften durch die Liberalisierung des Strommarkts langfristig verloren gehen, prognostizierte Leuenberger und warb gleichzeitig für die Energieabgabe: Ohne die Förderabgabe für erneuerbare Energien werde die Situation noch viel dramatischer.

Im "Sonntagsblick" wie im Westschweizer "Le Matin" sprach sich der Bundesrat erneut für flankierende Massnahmen aus, um die negativen Folgen der Liberalisierung von Swisscom, SBB und Strommarkt abzufedern. Die Umstrukturierung habe Gewinner und Verlierer. "Der Staat muss sich um die Interessen der Verlierer kümmern."

Post-Monopol wird angeknackt

Bei Post und SBB stünden keine Privatisierungen an, betonte Leuenberger. Angeknackt werden dürfte aber das Brief- und Päckli- Monopol bei der Post. Heute dürfen Private nur Pakete über einem Gewicht von zwei Kilo zustellen. "Es ist absehbar, dass die Monopolgrenze nach und nach sinkt."

Auf die Totalitarismus-Vorwürfe von SVP-Nationalrat Christoph Blocher angesprochen, sagte Leuenberger: "Ich habe fast ein bisschen Mitleid mit Blocher". Was dieser in letzter Zeit erzähle, sei absurd. Seine Pamphlete seien jenseits von jeder Realität.

Auch wenn sich Blocher bei der SP für die Faschismus-Vorwürfe entschuldigen würde: "Ich könnte nicht mal mehr diese Entschuldigung ernst nehmen. Darum würde ich auch nicht auf einer Entschuldigung beharren. Sie wäre wertlos."

swissinfo und Agenturen

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