Libyen: Einreise für Geschäftsträger erlaubt

Libyen hat das Visum für den Geschäftsträger der Schweizer Botschaft erteilt. Wer die Nachfolge von von Muralt antritt, liess das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) noch offen. Gaddafi verdächtigt die Schweiz, Hort der Mafia zu sein.

Dieser Inhalt wurde am 14. Juli 2009 - 18:56 publiziert

Der Posten des Geschäftsträgers der Schweizer Botschaft in Libyen war seit einem halben Jahr verwaist. Ein akkreditierter Diplomat war jedoch immer anwesend.

Zwei Schweizer werden seit über 300 Tagen in Libyen festgehalten. Sie sind Opfer der Retorsionsmassnahmen, mit welchen Libyen auf die Verhaftung von Gaddafis Sohn Hannibal und dessen Frau in Genf reagierte.

EDA-Chefin Micheline Calmy-Rey hatte die Männer Ende Mai in Tripolis besucht. Ob es zu einem Treffen zwischen Bundespräsident Hans-Rudolf Merz und Staatschef Muammar el Gaddafi kommt, wie dies das EDA anstrebt, ist weiter offen. Merz hatte sich im Interesse einer baldigen Lösung dazu bereit erklärt.

Gemäss der libyschen Nachrichtenagentur Jana hat der Revolutionsführer Gaddafi die Schweiz als Kapitalgeberin des internationalen Terrorismus bezeichnet. Die Schweiz sei eine weltweite Mafia und kein Staat.


swissinfo.ch und Agenturen

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