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Licht am Horizont für KMU

Nach einem Einbruch im Winterhalbjahr zeichnet sich für die kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz für das Sommerhalbjahr ein Umschwung an.

(Keystone Archive)

Die Zeichen für eine Konjunkturwende mehren sich. Für die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) in der Schweiz zeichnet sich ein Ende der Durststrecke ab.

Nach teils empfindlichen Rückschlägen im Geschäftsgang im vergangenen Winterhalbjahr zeichnet sich für das laufende Sommersemester eine Erholung ab. Zu diesem Schluss kommt die Grossbank UBS nach einer neuen Umfrage bei rund 900 Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten.

Rückgrat der Schweizer Wirtschaft

Die KMU bestätigten damit ihre traditionelle Funktion als Stabilisatoren der Konjunktur, heisst es in der neusten UBS-Umfrage. In der Tat üben die KMU eine wichtige Funktion aus, sind doch mehr als 99% der Unternehmen in der Schweiz kleine und mittlere Betriebe.

Bei der grossen Mehrheit handelt es sich um Kleinstbetriebe mit höchstens neun Beschäftigten. Gemäss der jüngsten Betriebszählung arbeitete 2001 fast jede dritte Person in einem Kleinbetrieb.

Nimmt man noch die Unternehmen mit höchstens 249 Beschäftigten dazu, so verdienen rund 2,6 Millionen Menschen ihr Brot in KMU. Die Grossunternehmen mit mehr als 250 Angestellten beschäftigen in der Schweiz die übrigen 16% der Erwerbstätigen (etwa 514'000 Personen.)

Einbruch im Winterhalbjahr

Nachdem die helvetischen Konjunktur-Auguren in den vergangenen Wochen generell eine Wende der Konjunktur zum Besseren prognostizierten, kommt nun auch von der Front der KMU positive Meldungen.

Nach einer rund vierjährigen Wachstumsphase war der Geschäftsgang der befragten Unternehmen letzten Winterhalbjahr insgesamt vorübergehend in die negative Zone abgesackt. Besonders hart betroffen wurde die exportorientierte Maschinen- und Elektroindustrie, wo sogar die Werte der Rezessionsjahre 1991/92 unterschritten wurden.

Ähnlich brüsk wurde der mehrjährige Höhenflug der Uhrenproduzenten und der Reiseveranstalter gestoppt. Als einzige der für die Umfrage ausgewählten KMU-Branchen hatten Hotels und Bäckereien einen leicht positiven Geschäftsgang aufrecht erhalten können. Druckereigewerbe und Informatikbetriebe konnten eine Wende zum Besseren feststellen.

Da in sämtlichen Branchen die Arbeitsvorräte schrumpften, konnte mit Ausnahme des Autogewerbes, keine Branche ihr Personal aufstocken.

Weniger regionale Unterschiede

Der schlechte Geschäftsgang traf im Winterhalbjahr die KMU in allen Regionen der Schweiz. Den abruptesten Fall vom Wachstumsleader zum Wirtschaftsraum mit unterdurchschnittlicher Performance erlebte die Zentralschweiz.

Relativ gut hielten sich die in der Romandie angesiedelten Betriebe. Die regionalen Unterschiede sind jedoch relativ gering. Insgesamt schrumpfte die Differenz zwischen der am besten und der am schlechtesten platzierten Region auf den tiefsten Wert seit 1997.

Aufbruch im Sommerhalbjahr

Im Sommerhalbjahr werden gemäss der Umfrage der Raum Zürich und die Zentralschweiz zu Wachstumsträgern aufsteigen. Gute Erwartungen werden auch aus der Ostschweiz gemeldet. Alle übrigen Regionen dürften im Mittel noch leicht an Umsatz verlieren. In der Romandie beurteilt man die Aussichten etwas skeptischer.

Für das Sommerhalbjahr gehen die befragten Unternehmen insgesamt von einem klar verbesserten Geschäftsumfeld aus. Zwar schaffen es noch nicht alle Branchen in die positive Zone hinein, doch gerade bei den zuvor am stärksten gebeutelten Exportindustrien, Reisebüros und Speditionsbetrieben sowie bei den Informatikdiensten fällt der Stimmungs-Umschwung am deutlichsten aus.

Zurückhaltend wird die Lage noch im Bau beurteilt. Die Uhrenhersteller rechnen erst ansatzweise mit einem Ende der Durststrecke.

Insgesamt erkennen die KMU im Gegensatz zu den Grossunternehmen bereits wieder Bedarf für etwas mehr Personal. Investitionen werden hingegen noch eher verhaltener vorgenommen.

swissinfo und Agenturen

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