London erhält Sechseläuten-Böögg-Klon

Den Zürcher Sechseläuten-Böögg zieht es nach London: Sein Klon wird am 8. November zur Einsetzung des Bürgermeisters von London City auf einem Floss auf der Themse verbrannt werden.

Dieser Inhalt wurde am 28. April 2003 - 17:35 publiziert

Dies unter den Augen von 700 Zürcher Zünftern.

An der Show zur Einsetzung des neuen Lord Mayor des Stadtteils London City wird "der Bruder des Zürcher Bööggs" verbrannt werden, wie Raymond Porchet, Zunftmeister der "Zunft zur Letzi" bestätigte. Es handle sich um ein absolutes Ebenbild, erbaut vom Zürcher Bööggbauer.

Der erstmalige Abstecher ins Ausland geht zurück auf die guten Beziehungen der Letzi-Zunft zur Londoner Zunft der "basketmakers", der einstigen Korbflechter - und damit laut Porchet indirekt auf Robert Finch, der im November neuer Lord Mayor von London City wird. Der Bürgermeister wird jedes Jahr neu gewählt und steht aufgrund des Wahlverfahrens bereits fest.

Neben der Letzi-Zunft unterhalten auch acht weitere Zürcher Zünfte beste Beziehungen zu ihren Londoner Kollegen. Unter den über 700 Zürcher Zünftern sollen auch Reiter präsent sein. Den Londonern wird man laut Porchet erklären, dass die Verbrennung des Bööggs auf die Schneeschmelze zurückgehe - Londoner Klima hin oder her.

Werbe-Effekt



Übertragen wird das Londoner Spektaktel von keinem geringeren TV-Sender als der grossen BBC. Was Zürich noch mehr freut: Sie will nächstes Jahr auch die hiesige Verbrennung des Bööggs live senden. Dies hat Zürich Tourismus auf den Plan gerufen, denn "die gute Werbung für Zürich und die Schweiz" ist in der Limmatstadt höchst willkommen.

Zwar sei das Budget knapp, man überlege sich aber, die "einmalige Gelegenheit" in irgendeiner Form zu nutzen, sagt Aurelia Carlen, bei Zürich Tourismus zuständig für den britischen Markt. Mit der Böögg-Aktion könne man die Londoner etwa an das richtige Sechseläuten nach Zürich locken und das Freizeit-Image der Business-Stadt Zürich stärken.

Die Zünfter träumen laut Porchet bereits von London als weiterer Partnerstadt von Zürich. "Es sind keine Bemühungen der Stadt im Gang", sagte dazu Beatrice Lehmann, Informationsbeauftragte des Präsidialdepartements. Daraus dürfte also wohl nichts werden.

swissinfo und Agenturen

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