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Lonza: Neue Arbeitsplätze

Hier soll es neue Arbeitsplätze geben: Arbeiter in den Lonza-Werken Visp.

(Keystone Archive)

Der Spezialchemie-Konzern Lonza baut in Visp VS eine neue Anlage zur mikrobiellen Herstellung von Biopharmazeutika. Es sollen über 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Dazu werden Investitionen von über 100 Mio. Franken getätigt. Die insgesamt 110 neuen Arbeitsplätze sollen in den nächsten drei Jahren entstehen. Weltweit investiert Lonza 550 Mio. Franken in Biotechnologie-Produkte. Dies kündigte die Lonza-Gruppe am Mittwoch in einem Communiqué an.

Die Bauarbeiten sollen im letzten Quartal 2004 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme werde im ersten Quartal 2005 erfolgen, hiess es weiter.

Lonza-Chef Markus Gemünd bezeichnete das Investitions-Projekt als Signal für den Standort Visp. Der Bereich Biotec (Visp und Kourim) gehöre zusammen mit dem Bereich Biologics (Standorte USA und England) zu den Wachstums-Lokomotiven für die Zukunft.

Der Standort Visp verfüge über eine gut ausgebaute Infrastruktur und Synergiepotential zu chemischen Aktivitäten der Lonza in Visp. Schliesslich lobte Gemünd die gute, unbürokratische und speditive Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis.

Der Konzern hatte bereits Ende März den Bau der neuen Anlage angekündigt. Neben Visp waren als Standort-Alternativen auch die USA und Tschechien geprüft worden.

Bestehende Pilotanlage in Visp

Dem Investitionsprojekt komme innerhalb der Lonza grosse Bedeutung zu, heisst es in der Mitteilung weiter. Bis heute konzentriere sich der Geschäftssektor Lonza Biotec hauptsächlich auf die Produktion von mikrobiell produzierten Zwischenprodukten und Wirkstoffen, die nicht auf Proteinbasis beruhten.

Die Prozessentwicklung in kleinerem Massstab könne von der bereits etablierten Pilotanlage in Visp übernommen werden. Das Projekt basiere auf dem Wissen und der Erfahrung der Lonza-Mitarbeitenden, schreibt der Konzern weiter.

GBI erfreut

Erfreut zeigt sich die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI). In ihrer Mitteilung vom Mittwoch heisst es, der Entscheid zugunsten von Visp sei nicht zuletzt zustande gekommen, weil die Verantwortlichen der Lonza die hohen Qualitäten der Angestellten und die hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Visp kennen würden.

Die GBI bezeichnete den Entscheid als strategisch wichtig, weil dadurch der Produktions-Standort Visp auch längerfristig gestärkt werde. Die Gewerkschaft fordert vom Konzern, dass der vor zehn Tagen publik gewordene Abbau von rund 50 Stellen im Bereich organische Chemie in Visp und Basel umgehend rückgängig gemacht werde.

Gemeinde Visp: Wirtschaftsmotor Lonza

Von einem sehr wichtigen Entscheid für den Standort Visp und das ganze Oberwallis sprach der Vizepräsident der Gemeinde Visp, Niklaus Furger. Die Lonza sei mit ihren rund 2600 Beschäftigten in Visp der Wirtschaftsmotor für das Oberwallis.

Dem Entscheid komme daher für die ganze Region eine eigentliche Signalwirkung zu, sagte Furger weiter. Die Gemeinde habe aufgrund der guten Infrastruktur in Visp diesen positiven Entscheid insgeheim erwartet.

Die Lonza-Gruppe beschäftigt insgesamt 4900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 13 Niederlassungen in sechs Ländern. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 1,86 Mrd. Franken einen Reingewinn von 402 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen


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