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LTU-Sanierung: Beschäftigte sollen auf zehn Prozent des Lohnes verzichten

Die Belegschaft der angeschlagenen Düsseldorfer Touristikgruppe LTU soll auf zehn Prozent des Lohnes verzichten. Dies fordern das LTU-Management und die SAir Group im Rahmen des Sanierungsplanes, über den zur Zeit verhandelt wird.

Dieser Inhalt wurde am 23. April 2000 - 14:17 publiziert

Die Belegschaft der angeschlagenen Düsseldorfer Touristikgruppe LTU soll auf zehn Prozent des Lohnes verzichten. Dies fordern das LTU-Management und die SAir Group im Rahmen des Sanierungsplanes, über den zur Zeit verhandelt wird. Die SAir Group ist an der LTU mit 49,9 Prozent beteiligt.

Der geforderte Lohnabbau sei zeitlich befristet, bestätigte SAir- Kommunikationschefin Beatrice Tschanz am Sonntag (23.04.) einen Bericht des "SonntagsBlick" gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Zur Diskussion steht gemäss Tschanz eine Zeitlimite von sechs bis 18 Monaten.

SAir will rasche Sanierung

Die LTU soll in ein bis drei Jahren saniert sein. Tschanz sagte zum Fahrplan: "In drei Jahren ist die LTU spätestens wieder flott". Noch vor den Sommerferien sollen die Verhandlungen über den Sanierungsplan abgeschlossen werden.

In England, Frankreich und Deutschland werde zudem "mit möglichen Partnern" für die LTU verhandelt, sagte Tschanz weiter. Auch hier hofft man bei der SAir Group auf ein baldiges Ergebnis der Gespräche. Mit einem starken Partner im Reisegeschäft dürften die Chancen steigen, dass sich die LTU-Beteiligung für die SAir Group dennoch auszahlt.

Teures Engagement

Bis heute sei noch "kein einziger Franken von Düsseldorf nach Zürich geflossen", erklärte Tschanz weiter. Ein gewisser Sanierungsaufwand bezüglich LTU sei zwar vorgesehen gewesen. Doch im letzten Jahr hätten sich die Probleme kumuliert, nicht zuletzt auch infolge der Explosion der Flugpreise und des hohen Dollarkurses.

Für die Sanierung der LTU sind bereits 140 Mio. DM (112 Mio. Franken) bereit gestellt worden. 70 bis 100 Entlassungen sind in den nächsten drei Jahren vorgesehen. Zudem sollen einige LTU-Abteilungen in die SAir Group ausgelagert werden. Dazu gehören gemäss Tschanz hauptsächlich die Bereiche Cargo, Catering und Technik.

Die SAir Group hatte die 49,9-Prozent-Beteiligung an der Düsseldorfer Flug- und Reisegesellschaft LTU Anfang November 1998 übernommen. Sie hatte sich gegen Mitkonkurrenten wie British Airways und den Reiseveranstalter Airtours durchgesetzt.

swissinfo und Agenturen

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