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Massnahmen gegen Schweinefleisch aus Österreich

Der österreichische Schweinefleisch-Skandal wirkt sich auf die Schweiz aus: Migros stoppt vorsorglich den Import. Die Behörden verlangen Auskunft über die betroffenen Lieferanten und will sie sperren lassen. Anlass zur Besorgnis bestehe aber nicht. Schweizer Schweinefleisch-Produzenten befürchten Absatzeinbussen.

Der Migros-Fleischbetrieb Micarna stoppte noch am Montag den Import von Schweinefleisch aus Österreich. Unternehmensleiter Willi Enderlin bestätigte einen entsprechenden Bericht von Radio Zürichsee. Zwar liege eine mündliche Zusage vor, dass keiner der Migros-Lieferanten betroffen sei. "Aber wir wollen den Konsumenten absolute Sicherheit vermitteln. Bevor wir keine schriftliche Bestätigung haben, sistieren wir die Einfuhren", sagte er auf Anfrage. Rund 650 Tonnen Schweinefleisch werden von Micarna aus Österreich importiert.

Bei der Coop-Tochter Bell wurde dagegen auf einen Importstopp verzichtet. "Wir importieren Frischfleisch aus einem Markenfleischprogramm. Der dafür verantwortliche Verband hat uns bestätigt, dass keiner ihrer Produktionsbetriebe in den 'Skandal' verwickelt ist", sagte Davide Elia, PR-Leiter von Bell auf Anfrage.

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) forderte von den österreichischen Veterinärbehörden Auskunft darüber, welche Lieferanten betroffen sind, um deren Importe zu Sperren. "Falls wir keine Informationen erhalten, werden wir vorläufig alle Importbewilligungen für österreichisches Schweinefleisch auf Eis legen", drohte der BVET-Sprecher.

Bei den Laborkontrollen werde zudem in nächster Zeit ein Hauptaugenmerk auf importiertes Schweinefleisch aus Österreich gelegt.

Österreich ist mit rund 8'600 Tonnen wichtigster ausländischer Schweinefleischlieferant für die Schweiz, wie BVET-Sprecher Heinz Karl Müller auf Anfrage sagte. Das entspricht rund fünf Prozent der gesamten Inlandproduktion von rund 180'000 Tonnen Schweinefleisch.

swissinfo und Agenturen


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