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Medi-Kosten abgebremst

Apothekerinnen und Apotheker geben immer noch lieber das Original-Medikament anstatt einem billigeren Generika.

(Keystone)

Seit Sommer 2001 werden Apotheken für ihren Aufwand und nicht nach dem Preis eines Medikamentes entschädigt. Das sparte fast 100 Millionen.

Die am 1. Juli 2001 eingeführte so genannte "Leistungsorientierte Abgeltung" (LOA) in den Apotheken bedeutet, dass die Apothekerinnen und Apotheker für ihre Dienstleistung entschädigt werden. Ob sie ein teures oder ein günstiges Medikament abgeben, sie verdienen gleich viel. Die Preis- und Mengenanreize des alten Systems existieren nicht mehr.

Am Mittwoch zogen der Branchenverband der Krankenversicherer, santésuisse, und der Schweizerische Apothekerverband (SAV) eine erste - positive - Bilanz: Die Kosten der grundversicherten Medikamente sind weniger stark gewachsen, als sie es unter der alten Margenordnung getan hätten.

Fast 100 Millionen eingespart

Insgesamt sei das Kostenwachstum der rezeptpflichtigen, grundversicherten Medikamente dank des neuen Modells um 97 Mio. Franken tiefer ausgefallen. Die berücksichtigten Medikamente machen einen Fünftel der in der Schweiz verkauften Arzneimittel aus.

Zu wenig Generika verkauft

Noch nicht zufriedenstellend seien die LOA-Resultate beim Generika-Anteil: Der Verkauf preisgünstiger Generika müsse noch verbessert werden, wurde festgehalten. Weniger als 5% aller Medikamente sind bisher Nachahmer-Produkte.

"Im Vergleich zu den Nachbarstaaten, wo Generika zweistellige Marktanteile verzeichnen, sind wir noch deutlich im Hintertreffen", sagte santésuisse-Direktor Marc-André Giger.

Apotheker zufrieden

Zufrieden mit der LOA zeigte sich auch SAV-Präsident Max Brentano. Er rechnet mit jährlichen Einsparungen von rund 200 Mio Franken bis im Jahr 2004.

Er forderte allerdings eine Taxerhöhung, die mit der Neuaushandlung des Vertrags auf 2003 für Apothekerinnen und Apotheker unumgänglich sei.
Vor allem kleinere Apotheken seien seit der LOA-Einführung unter grossem Druck und von der Schliessung bedroht, sagte er.

Sozialversicherung zufrieden

Das neue Abgeltungs-System habe die Erwartungen erfüllt, sagte Otto
Piller, Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherung, gegenüber Radio
DRS. Nötig seien aber auch therapiegerechte Packungen, damit nicht
mehr so viel Arzneimittel verschwendet würden.

swissinfo und Agenturen


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