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Mehr Sicherheit durch Respekt

Gerade auch in dichtem Verkehr ist gegenseitiger Respekt ein wichtiger Sicherheitsfaktor.

(Keystone)

"Respekt - auch hier!" Mit diesem Slogan werden Autofahrer dazu aufgerufen, weniger zu drängeln und rücksichtsloses Verhalten sowie riskantes Fahren zu vermeiden.

Autofahrerinnen und Autofahrer sollen durch gegenseitigen Respekt riskantes Fahrverhalten vermeiden, hofft der Schweizerische Verkehrssicherheitsrat. Er startet diesen Monat eine landesweite Präventions-Kampagne gegen das Drängeln im Strassenverkehr.

Heute müssten sich immer mehr Menschen unter einem immer grösseren Druck auf gleichbleibendem Raum bewegen, sagte Verkehrspsychologin Jacqueline Bächli-Bietry. Daraus resultiere grösserer Stress und aggressiveres Verhalten. Es werde gedrängelt, also beispielsweise nah aufgefahren, knapp eingespurt, im dichten Verkehr zu schnell gefahren und riskant überholt.

Halt doch nötig

"Wenn es offensichtlich wäre, dass man sich beim Drängeln respektlos verhält, dann müsste zu diesem Thema keine Kampagne gemacht werden", sagte Hans Ulrich Büschi, Präsident des Schweizerischen Verkehrssicherheitsrates. Da Vernunft und Repression bei unverbesserlichen Dränglern keine grosse Wirkung zeige, bliebe nichts anderes übrig, als an ihre Wertvorstellungen zu appellieren.

Das Plakat der Präventions-Kampagne zeigt einen dicht auf ein anderes Auto auffahrenden Wagen und ist mit Slogan "Respekt auch hier!" überschrieben.
Die Kampagne richte sich aber nicht nur an die Drängler, sondern auch an die Bedrängten. Mit dem Slogan solle ihnen deutlich gemacht werden, dass das Verhalten der Drängler jenseits der tolerierbaren Grenze liege.

Der Verkehrssicherheitsrat setzt neben Mahnwänden und Plakaten auch in diesem Jahr auf die Zusammenarbeit mit Fahrschulen und der Polizei. Rund 700 Fahrschulen in der ganzen Schweiz werden während des Aktionsjahres Tafeln mit dem Kampagnen-Sujet auf ihre Wagen montieren. Bei der Ausbildung soll das Thema Drängeln besonders betont werden.

Auf den Parkplätzen der Expo.02 sollen kleine Pakete verteilt werden. Darin finden sich unter anderem konkrete Tipps zur respektvollen Fahrweise, wenn es - wie beim Expo-Verkehr zu erwarten - mal enger wird.

Mehr Verstösse im letzten Jahr

Am Mittwoch hatte das Bundesamt für Strassen (Astra) mitgeteilt, dass die Verstösse im Strassenverkehr im letzten Jahr zugenommen haben. 60'002 Autolenkerinnen und- lenker haben ihren Führerausweis abgeben müssen. Das sind 11,6% mehr als im Vorjahr.

Neben den 60'003 Führerausweis-Entzügen wurden im vergangenen Jahr gesamtschweizerisch 52'486 Verwarnungen verzeichnet. Die Zahl der Verwarnungen ist verglichen mit dem Jahr 2000 um 9,6% gestiegen.

Vorab Geschwindigkeits-Überschreitungen haben zu Verwarnungen und Ausweis-Entzügen geführt. 47,8% der Ausweis-Entzüge fallen in diese Kategorie. 28,3% der Führerscheine wurden wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand (FIAZ) entzogen.

swissinfo und Agenturen

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