Mentalität folgt nicht Stadt-Land-Grenzen

Städtische Regionen sind progressiv, ländliche konservativ - dieses Klischee wird der Schweizer "Polit-Geographie" nicht gerecht. Ländliche Gemeinden zeigen in ihrem Abstimmungsverhalten grosse Unterschiede, wie eine "Mentalitätskarte" der Schweiz aufzeigt.

Dieser Inhalt wurde am 30. Juli 2009 - 13:58 publiziert

Diese Karte wurde von Sotomo, einer Forschungsgruppe am Geographischen Institut der Universität Zürich, für die Zeitschrift Tele erstellt. Sotomo hat bereits den "Atlas der politischen Landschaften" erarbeitet.

Laut der "Mentalitätskarte" zeigen sich bei Abstimmungen zwar auf den ersten Blick die erwarteten Stadt-Land-Gegensätze: Die grösseren Städte und ihre Agglomerationen sagen Ja zur Öffnung der Schweiz, zur Integration von Fremden und zu gesellschaftlichen Neuerungen, ländliche Gemeinden lehnen dies mehrheitlich ab.

Dabei gibt es aber frappante Abweichungen: So stehen etwa zahlreiche Bündner Gemeinden sowie Waadtländer und Freiburger Landgemeinden im progressiven Lager.

Michel Hermann von Sotomo erklärte gegenüber Tele die Mentalitätsunterschiede mit der geographischen Lage und der Mobilität der Schweizerinnen und Schweizer. Orte an Sonnen- und Seelage mit guten Verbindungen in Zentren sind bei Städtern als Wohnsitz beliebt.

Die Neuzuzüger prägen dann die Mentalität ihrer neuen Wohnsitzgemeinden. Auch Tourismus bringt modernes Gedankengut aufs Land, wie das Verhalten bestimmter Bündner und Walliser Gemeinden zeigt.

swissinfo.ch und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen