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Milliardengewinn bei Zurich Financial Services

Das gute Ergebnis für 2003 hat selbst die Analysten überrascht.

(Keystone Archive)

Nach den Riesenverlusten der beiden Vorjahre ist der Versicherer Zurich Financial Services (ZFS) 2003 wieder weit in die Gewinnzone vorgestossen. Auch die Prämien-Einnahmen legten zu.

Unter dem Strich hat der jüngst arg gebeutelte Konzern einen Reingewinn von 2,12 Mrd. Dollar erzielt.

Im Jahr 2002 hatte der Versicherer mit einem Minus von 3,362 Mrd. Dollar den höchsten Verlust seiner 132-jährigen Geschichte hinnehmen müssen.

Mit den jüngsten Ergebnissen hat die ZFS nun die Erwartungen der Analysten übertroffen. Diese hatten im Schnitt mit einem Reingewinn von rund 2 Mrd. Dollar gerechnet. An der Schweizer Börse SWX legten die Aktien in den ersten Handelsminuten um 3,8% auf 200,25 Fr. zu.

Auf dem Buckel des Personals



Zur Rückkehr in die Gewinnzone trugen Sparprogramme über 1 Mrd. Dollar bei. Dies bekamen die Mitarbeitenden zu spüren: Insgesamt sei der Personalbestand im letzten Jahr um rund 8000 Stellen gesunken, sagte Geschäftsführer James Schiro.

Zudem wurden eine Reihe von Geschäfts-Bereichen verkauft, welche nach Ansicht des Managements ungenügende Resultate vorwiesen.
Neben der strikten Kosten-Kontrolle hätten unter anderem die bessere Schadens-Bearbeitung zum erfreulichen Ergebnis beigetragen. "Über alles gesehen sind wir zufrieden mit unseren Steigerungs-Programmen", sagte Schiro.

Zudem habe ZFS 2003 von den günstigen Bedingungen im Versicherungsmarkt und der Erholung an den Finanzmärkten profitiert. Die Bruttoprämien und Policengebühren seien um 18% auf 48,919 Mrd. Dollar gewachsen.

Schadensgeschäft boomt



Den Löwenanteil des Reingewinns lieferte mit 1,883 Mrd. Dollar der Bereich Schadenversicherung. Dies seien über viermal mehr als im Vorjahr, sagte Schiro.

Auch das Lebensversicherungs-Geschäft konnte sich steigern. Allerdings bleibe trotz eines Gewinnwachstums um 132 Prozent auf 799 Mio. Dollar noch "viel Arbeit zu tun".

Der Bereich bringe seine Kapitalkosten noch nicht ein. "Um die Ertragsziele der Gruppe zu erreichen, muss das Lebengeschäft aber seinen Beitrag leisten", sagte Schiro.

Was das heisst, liess der ZFS-Chef offen. Am 2. April findet eine Medien- und Analysten-Konferenz statt, an der über die Zukunft der Zurich in den nächsten drei Jahren informiert werden soll.

Sorgenkind Centre

Als Klotz am Bein erwies sich weiterhin die Einheit Centre, welche ihren Verlust von 67 auf 817 Mio. Dollar vergrösserte; diese schlechte Entwicklung habe "erhebliche Rückstellungen und Abschreibungen" erfordert.

Insgesamt erhöhte der Konzern die Schaden-Rückstellungen für Centre, Asbestfälle, Entwicklungen in den Vorjahren und nicht weitergeführte Geschäfte um 1,9 Mrd. Dollar.

Über die Zukunfts-Aussichten äusserte sich Schiro zurückhaltend. Er sei aber überzeugt, dass der Versicherungsmarkt auch im laufenden Jahr stark bleiben werde. Am langfristigen Ziel einer Eigenkapital-Rendite von 12% halte er fest.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Verlust 2001: 387 Mio. Dollar
Verlust 2002: 3,4 Mrd. Dollar
Gewinn 2003: 2,1 Mrd. Dollar
Langfristiges Ziel: Eigenkapital-Rendite von 12%.

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