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Zürcher Stiftung für Gefangenen- und Entlassenenfürsorge Arbeit statt Knast

Im Jahr 2015 wurden im Kanton Zürich 6300 Hafttage weniger im Gefängnis abgesessen, sondern abgearbeitet. Dies dank der Zürcher Stiftung für Gefangenen- und Entlassenenfürsorge (zsge). In deren Arbeitsbetrieb in der Stadt Zürich können Menschen ihre Bussen abverdienen und Strafen bis 180 Tage abarbeiten.

Seit 1997 werden hier Strafen in Form von gemeinnütziger Arbeit verbüsst, Bussen abgearbeitet und eine Reintegration in den Arbeitsmarkt angestrebt. An den Betrieb angegliedert ist eine Quartiersammelstelle für Elektroabfälle. Auch Grossfirmen liefern ihre Elektroabfälle hier ab. Diese werden von den Klienten im Erdgeschoss demontiert und sortiert.

Hochwertige Rohstoffe wie Kupfer und andere Metalle werden hier zur Wiederverwertung aufbereitet und andernorts für neue Produkte verwendet. Im Atelier, das sich im Obergeschoss des zsge-Arbeitsbetriebs befindet, werden aus Recycling-Materialien zudem Produkte für den hauseigenen Shop und den Online-Shopexterner Link gemacht: beispielsweise Uhren, deren Zifferblätter Vinylschallplatten sind. Oder Agenda-Büchlein mit einem Deckel aus Leiterplatten von Elektrogeräten.

"Gemeinnützige Arbeit ist günstiger als Gefängnis. Und sie bringt einen Mehrwert", sagt Betriebsleiter Hape Ottlik. Zum einen gebe sie der Klientel eine Tagesstruktur, andererseits helfe sie beim Wiedereinstieg in ein geordnetes Leben, in die Arbeitswelt und in die Gesellschaft.