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Musterknabe ABB Schweiz

Die Ertragsziele der ABB Schweiz für 2002 sind ehrgeizig.

(Keystone Archive)

Die ABB Schweiz hat im letzten Jahr ihre Ertragskraft erhöht. Damit bleibt ABB Schweiz innerhalb des mit Problemen kämpfenden Konzerns ABB ein Musterknabe.

Während der Mutterkonzern 2001 unter einem massiven Verlust, Asbestklagen und Liquiditäts-Problemen gelitten hat, wartet die ABB Schweiz einmal mehr mit guten Zahlen auf. Der Betriebsgewinn (EBIT) nahm um rund 10 Prozent auf 243 (Vorjahr 220) Mio. Franken zu.

Verbesserte Margen

Der (Free-) Cash-Flow (nach Investitionen) lag auf gleicher Höhe, wie Finanzchef Walter Gugolz im norddeutschen Rendsburg nicht ohne Stolz sagte. Dank Kosten-Einsparungen, höherer Produktivität und Portfolio-Bereinigungen verbesserte sich die EBIT-Marge weiter.

Sie legte im letzten Jahr auf 8,9 (8,2) Prozent zu. Zum Vergleich: Der Gesamt-Konzern rechnet damit, diese Marke dank grosser Anstrengungen erst 2005 erreichen zu können.

Augenmerk auf Liquidität

Die Ertragsziele der ABB Schweiz für 2002 bleiben ehrgeizig. Im anhaltend schwierigen Marktumfeld, geprägt durch einen harzigen Aufschwung und einen starken Franken, sollen die Margen zumindest gehalten werden, wie ABB-Schweiz-Chef Rolf Schaumann sagte.

Erreicht werden soll dies unter anderem durch Verbesserungen beim Umlauf-Vermögen. Den Hebel ansetzen will ABB Schweiz namentlich beim Zahlungseingang. So will das Unternehmen darauf achten, dass die Kundschaft die Rechnungen pünktlich bezahlt.

"Wir wollen von einer EBIT- zu einer Cash-Flow-Kultur kommen", sagte Schaumann weiter. Mit Blick auf den unlängst mit Bankenhilfe behobenen Liquiditäts-Engpass im Konzern bleibt der Eindruck, diese Parole sei von ganz oben an die Länder-Gesellschaften ergangen.

Gesunde Bilanzstruktur

Während der Konzern bemüht ist, kurzfristige in langfristige Schulden zu transformieren, um die Bilanz wieder ins Lot zu bringen, so glänzt auch hier die ABB Schweiz mit der Einhaltung der goldenen Bilanzregel und einer Eigenkapital-Quote von 44 Prozent.

Der Umsatz nahm im letzten Jahr um 1,5 Prozent auf 2,7 Mrd. Franken zu. Der Bestellungs-Eingang verbesserte sich um 3,4 Prozent auf 2,94 Mrd. Franken. Die ABB Schweiz beschäftigt rund 7500 Mitarbeitende an diversen Standorten in der ganzen Schweiz.

Vor gewichtigen Veränderungen

Im laufenden Jahr dürfte sich das Gesicht der ABB Schweiz stark verändern. Für die Sparte Gebäudetechnik (Elektroinstallationen) mit rund 1700 Beschäftigten und 280 Mio. Franken Umsatz sucht der Konzern einen Käufer. Die Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Auf die Marge sollte sich der Verkauf positiv auswirken, gehört die Gebäude-Technik innerhalb der ABB Schweiz doch eher zu den margenschwächeren Geschäften. Einsparungen erhofft man sich ferner davon, elf bisher rechtlich selbstständige Einheiten unter dem Dach der ABB Schweiz zu fusionieren. Weitere Einheiten sollen folgen.

Grosse Hoffnungen setzt ABB schliesslich in die Strategie konzernübergreifender Produkt- und System-Architekturen (Industrial IT). Bis Ende 2002 sollen alle relevanten ABB-Produkte mit diesem Siegel zertifiziert sein.

swissinfo und Agenturen


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