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Nahost-Konferenz gefordert

Referend Jesse Jackson, Präsident der Rainbow Push Coalition spricht in Crans Montana.

(Keystone)

Das Forum in Crans- Montana hat sich auf den Nahost-Konflikt und Afghanistan konzentriert. Für Jesse Jackson ist der Bush-Nahostplan "kolonialistisch".

Der Nahost-Friedensplan von US-Präsident George W. Bush wurde am Freitag am Forum in Crans-Montana zwar heftig kritisiert, doch wurden auch die positiven Aspekte erwähnt.

Bushs "dominante" Perspektive für einen Friedensplan im Nahen Osten ist für den palästinensischen Minister Nabil Schaath "mehr oder weniger" zum Scheitern verurteilt.

Es brauche eine wahre Lösung, die auf Recht und Gerechtigkeit basiere und das Selbstbestimmungsrecht der Völker respektiere, sagte der palästinensische Minister für internationale Zusammenarbeit. Er forderte Israel auf, die Besetzungen zu beenden.

Man dürfe das Feld nicht den USA allein überlassen, sagte Schaath. Er rief die Europäische Union (EU) und arabischen Staaten auf, sich mehr einzubringen

Positives bei Bush-Plan

Schaath hielt aber auch fest, dass der Plan von Bush auch positive Aspekte habe. So vor allem die Rückzugsforderung an Israel und die Schaffung eines palästinensischen Staates.

Leider habe der US-Präsident seine Rede mit globalen Anschuldigungen an die Palästinenser abgeschlossen und sie zur Absetzung des demokratisch gewählten palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat aufgerufen.

Wenn Bush den Nahost-Konflikt beenden wolle, müsse er auch auf die Reaktionen anderer Staaten hören - speziell der G-7. Diese hätten sich bisher gegen die Absetzung von Arafat ausgesprochen.

Kritik von Jesse Jackson

Zur Frage, ob Arafat bei den Wahlen Anfang 2003 wieder kandidieren werde, sagte Schaath, dass der Präsident noch nicht offizieller Kandidat sei. Schaath sprach sich auch noch einmal klar für eine internationalen Nahost-Konferenz aus.

Ebenfalls am Eröffnungstag hatte bereits der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson heftige Kritik am Plan des US-Präsidenten geübt, Arafat ins Abseits zu stellen. "Das ist ein kolonialistischer Plan", sagte Jackson. Der amerikanische Unilateralismus könne der Region keinen Frieden bringen.

8 Millionen von 5 Milliarden

Nicht nur der Nahost-Konflikt stand auf der Agenda des Forums in Crans-Montana, auch Afghanistan stand im Mittelpunkt. Die Schweiz könnte mehr für den Wiederaufbau in Afghanistan tun, sagte der Sprecher des afghanischen Aussenministeriums, Omar Samas.

Die Schweiz sei sehr aktiv über Nichtregierungs-Organisationen (NGO). Bern könnte aber beispielsweise seine Fachkenntnisse und konkrete Hilfe in den Strassenbau einfliessen lassen, erklärte Samas.

Er forderte die Staatengemeinschaft auf, die versprochenen Gelder zu zahlen. Afghanistan habe bisher 7 bis 8 Mio. Dollar erhalten, von fast 5 Milliarden, die an der Geberkonferenz in Tokio versprochen worden waren.

Samas setzte sich auch ein für eine Ausweitung des Mandats der internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) über die Hauptstadt Kabul hinaus.

Seminare

Nicht nur Nahost und Afghanistan stehen in Crans-Montana auf dem Programm. In zahlreichen Seminaren soll über verschiedenste Themen diskutiert werden: Die Palette reicht von der Rolle der Frau in der islamischen Gesellschaft bis hin zum UNO-Erdgipfel in Johannesburg.

Auch die EU-Erweiterung wurde in Anwesenheit des kosovarischen Präsidenten, Ibrahim Rugova, debattiert.

swissinfo und Agenturen


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