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Neuer weltgrösster Lebensmittel-Konzern

Die Fusion zwischen den zwei Lebensmittel-Herstellern Unilever und Bestfoods ist von der schweizerischen Wettbewerbskommission gutgeheissen worden. Damit wurde Nestlé als bisher weltgrösster Lebensmittelkonzern auf Platz zwei verdrängt.

Dieser Inhalt wurde am 10. Oktober 2000 - 18:01 publiziert

Die schweizerische Wettbewerbskommission (Weko) hat die Fusion des holländisch-britischen Konzerns Unilever mit dem amerikanischen Lebensmittelhersteller Bestfoods gutgeheissen. Die Fusion war in der Schweiz bewilligungspflichtig, weil die Unternehmen eine gewisse Umsatzlimite in der Schweiz überschreiten, wie es bei der Weko auf Anfrage hiess.

Unilever legt für Bestfoods 20,3 Mrd. Dollar (34,9 Mrd. Franken) auf den Tisch. Von der Übernahme sind Schweizer Tochterfirmen betroffen. Mit der im vergangenen Juni angekündigten Fusion wird Nestlé als bisher weltgrösster Lebensmittelkonzern auf Platz zwei verdrängt.

USA, EU und Aktionäre haben bereits zugestimmt

Zuvor hatten bereits die Behörden der USA sowie die Aktionäre der Unternehmen Unilever und Bestfoods dem Zusammenschluss zum weltgrössten Lebensmittelkonzern zugestimmt, wie die Schweizer Landesgesellschaften der beiden Unternehmen am Dienstag (10.10.) mitteilten. Die EU-Kommission hatte ebenfalls der Übernahme zugestimmt, allerdings unter Auflagen. Sie verlangte, dass mehrere Nahrungsmittelmarken verkauft würden. Man fürchtete vor allem um den Wettbewerb für Trockensuppen, Saucen, Marmeladen, sowie Kräuter und Würzmittel.

In der Schweiz ist ein Verkauf von Nahrungsmittelmarken nicht nötig, da der Marktanteil der einzelnen Firmen viel kleiner ist.

Zahlreiche bekannte Marken

Zu Bestfoods Schweiz gehören die Knorr-Nährmittel AG in Thayngen (SH) und die Oswald AG in Steinhausen (ZG). Die schweizerische Unilever-Gruppe besitzt die in der Schweiz ansässigen Lipton-Sais, Pierrot-Lusso AG, Lever Faberge AG, Diversay Lever AG und Unilever Cosmetics International SA.

Unilever, zu dessen Marken Magnum-Eis, Lipton-Tee und Becel-Margarine gehören, will sich mit der Übernahme vor allem die Präsenz auf dem lukrativen US-Markt sichern. Der Konzern ist einer der weltweit grössten Hersteller von Lebensmitteln und Haushaltswaren und steht unter anderem für die Waschmittelmarken Omo und Sunil sowie die Mode- und Parfum-Firma Calvin Klein. Bestfoods vertreibt Marken wie Knorr, Pfanni, Dextro Energen und Mondamin.

Die beiden Unternehmen hatten nach früheren Angaben 1999 insgesamt 52,3 Mrd. Dollar umgesetzt und einem operativen Gewinn von 6,2 Mrd. Dollar ausgewiesen.

swissinfo und Agenturen

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