Notfall-Training auf Neat-Baustellen

Arbeit an einem Zement-Mixer im Tunnel unter Amsteg/UR. Keystone

Die Arbeit im Tunnelbau ist gefährlich und birgt für Mineure zahlreiche Risiken. Deshalb fordern die Gewerkschaften mehr Unfall-Prävention auf den Alpentransit-Baustellen. Neben dem Sicherheitsaspekt gilt auch die internationale Zusammenarbeit als wichtig.

Dieser Inhalt wurde am 05. Juni 2001 - 14:37 publiziert

"Wir wollen keine Todesopfer mehr bei diesem Jahrhundert-Bauwerk," sagte der Tessiner GBI-Sekretär Saverio Lurati am Dienstag (05.06.) vor einem internationalen Gewerkschafts-Kongress in Como (I). Für die Tunnel-Arbeiter sei ein regelmässiges Notfall-Training auf den Baustellen nötig.

Die Gewerkschaft Bau und Industrie schlägt der Alptransit AG vor, eine spezielle Sicherheits-Kommission einzurichten. Seit Beginn der Bauarbeiten sind beim Neat-Angriff im bündnerischen Sedrun zwei Arbeiter ums Leben gekommen.

Zahlreiche ausländische Firmen

Neben dem Sicherheitsaspekt setzen die Gewerkschaften auch auf die internationale Zusammenarbeit. Denn am Bau der Tunnels sind zahlreiche ausländische Firmen beteiligt. Die Zwischenfälle mit Lohndumping von ausländischen Firmen hätten gezeigt, wie nötig eine starke Präsenz der Gewerkschaften auf den Baustellen sei, sagte Lurati.

Grösste Baustelle Europas

Für die Errichtung der Basistunnel an Gotthard und Lötschberg wird im nächsten Jahrzehnt die grösste Baustelle Europas mit bis zu 10'000 Arbeitskräften entstehen. Ab dem Jahr 2002 werden an den Südangriffen über 1'000 Arbeiter tätig sein.

swissinfo und Agenturen

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