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Optimismus bei Swissmetal

Der schweizer Buntmetallhersteller Swissmetal blickt nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang 1999 wieder optimistischer in die Zukunft. Eine Reorganisation und die Erschliessung neuer Märkte in den USA und Fernost sollen den Umsatz wieder ankurbeln.

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2000 - 14:19 publiziert

Im vergangenen Jahr musste die Swissmetal, wie bereits berichtet, einen Umsatzrückgang von annähernd zehn Prozent auf 304 Mio. Franken hinnehmen. Diese Zahl müsse allerdings relativiert werden, betonte Laurent Gremaud, Leiter des Direktionsausschusses, am Donnerstag (04.05.) an der Bilanzmedienkonfernez vor den Medien.

Die Ostasienkrise und die Stagnation in der Baubranche habe den weltweiten Buntmetall-Markt gedrückt. Während Swissmetal bei den Standardprodukten einen Rückgang hinnehmen musste, konnten die margenkräftigeren, aber volumenmässig noch kleineren Spezialitäten ausgebaut werden.

Mit der zunehmenden Konzentration der Swissmetal auf Spezialitäten für die Elektronik oder Uhrenindustrie könne das Unternehmen die konjunkturellen Schwankungen bei den Standardprodukten mehr und mehr ausgleichen, betonte Gremaud.

Den Einbruch des Reingewinns von 11,1 auf 1,3 Mio. Franken begründete Finanzchef Christian Müller mit ausserordentlichen Abschreibungen von 12 Mio. Franken beim stillgelegten Standort Uetendorf. Im Sinn einer klareren Rechnungslegung wurde die Neubewertungsreserve von 45 Mio. Franken bei den Immobilien aufgelöst.

Zusammen mit den Sonderabschreibungen Uetendorf und dem Verkauf der Metallica sei dadurch die Bilanz im Bereich Immobilien gegenüber 1998 um rund 80 Mio. Franken "erleichtert" worden, sagte Müller weiter.

Gegenwärtig befinde sich der Buntmetall-Markt wieder in einer Aufschwungsphase, sagte Marketingleiter Axel W. Wappler. Dies zeige sich auch in den anziehenden Rohstoff-Preisen. Die Swissmetal wolle aber für 2000 nicht nur von diesem Aufschwung profitieren, betonte Wappler.

In Zukunft will Swissmetal neben den Heimmärkten Schweiz und Deutschland, wo die Gruppe rund 60 Prozent des Umsatzes generiert, auch die Märkte in den USA und im Fernen Osten stärker bearbeiten. Der Exportanteil ausserhalb Europas liegt momentan bei 17 Prozent.

Im vergangenen Jahr konnte der Umsatz in diesen beiden Regionen um rund acht Prozent gesteigert werden, sagte Wappler. In diesem Jahr entwickle sich das internationale Geschäft vor allem in Indien und im Fernen Osten erfreulich.

Positionieren will sich die Swissmetal gegenüber der Konkurrenz mit neuen Produkten und dem Ausbau des Spezialitätengeschäfts in ausgewählten Nischen. In Europa will sich Swissmetal neben den beiden Hauptmärkten auf den Ausbau in Frankreich und Italien konzentrieren.

Die Swissmetal Gruppe mit ihren Werken in Dornach, Reconvillier BE und Lüdenscheid (BRD) stellt kupferlegiertes Halbzeug her. Nach dem Verkauf der Metallica beschäftigt die Gruppe noch rund 1'110 Personen.

swissinfo und Agenturen

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