Post mit weniger Gewinn und mehr Umsatz

Die Schweizerische Post hat 1999 den Umsatz auf rund 5,7 Mrd. Franken gesteigert. Vor allem die Probleme mit der Paketpost schmälerten aber den Gewinn um rund einen Drittel. Weitere Schritte zur Kostensenkung und Erlössteigerung seien nötig.

Dieser Inhalt wurde am 18. April 2000 - 08:58 publiziert

Die Schweizerische Post hat 1999 den Umsatz auf rund 5,7 Mrd. Franken gesteigert. Vor allem die Probleme mit der Paketpost schmälerten aber den Gewinn um rund einen Drittel. Zur Sicherung der Eigenwirtschaftlichkeit seien weitere Schritte zur Kostensenkung und Erlössteigerung nötig.

Der Nettoumsatz im zweiten Jahr der Selbstständigkeit belief sich laut der Mitteilung vom Dienstag (18.04.) auf 5,702 Mrd. Franken gegenüber 5,476 Mrd. Franken im Jahr davor. Der Konzerngewinn wird mit 167 Mio. Franken gegenüber 239 Mio. Franken im Vorjahr ausgewiesen.

Erstmals erzielte die Post laut der Mitteilung einen knapp positiven Free Cashflow von 33 Mio. Franken gegenüber minus 421 Mio. Franken im 1998. Begründet wird dies mit tieferen Aufwendungen für Restrukturierungen und deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegenden Investitionen.

Die Gewinnschmälerung ist gemäss den Angaben auf den gestiegenen Betriebsaufwand zurückzuführen; dies vor allem wegen der Probleme bei der Einführung der neuen Paketpost. Unter anderem zur Lösung dieser Probleme seien im Stammhaus 1'093 Mitarbeitende mehr beschäftigt worden als im Vorjahr.

Mit ausserordentlichen Massnahmen sei es dennoch gelungen, das Herbst- und Weihnachtsgeschäft reibungslos abzuwickeln. Zur Sicherstellung der vom Bundesrat geforderten Eigenwirtschaftlichkeit sind neben den bereits realisierten Massnahmen weitere Verbesserungen auf der Aufwand- und Ertragsseite unabdingbar. Nur so könne die Flächen deckende Grundversorgung beziehungsweise der Service public auch in Zukunft finanziert und die angestrebte Wertsteigerung der Unternehmung erreicht werden.

Die Post will die Tarife für die Brief- und Paketbeförderung auf den kommenden 1. Juli massiv erhöhen. Bundesrat Moritz Leuenberger hat die Tariferhöhungen allerdings noch nicht genehmigt.

swissinfo und Agenturen

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