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Presseschau vom 04.03.2004

Der Nationalrat erlaubt politische Werbung bei privaten Radio- und TV-Sendern. Nicht alle Zeitungen sind damit einverstanden.

Im weiteren befassen sich die Kommentatoren mit dem US-Präsidentschafts-Wahlkampf und analysieren die Chancen des Demokraten John Kerry.

"Wer es sich leisten kann, darf in den Privatradios seine Nationalräte zur Wiederwahl empfehlen, darf für das Glücksversprechen seiner Glaubensgemeinschaft im Lokalfernsehen werben, kann vor wichtigen Abstimmungen Stimmung machen und dazu gleich noch den Sekt anpreisen, der die Stimmung nach dem Abstimmungssieg weiter hebt", schreibt der TAGES ANZEIGER.

"Stopp", titelt DER BUND und warnt: "Politische Werbung im Radio und Fernsehen gehört zu den effizientesten Mitteln, die Demokratie kaputtzumachen." Hinweise auf das Ausland würden keinesfalls beruhigen, denn:

"Erstens ist der Abstimmungsrhythmus in unserer direkten Demokratie schneller als anderswo. Zweitens kennt die Schweiz im Gegensatz zu anderen Ländern keine Parteifinanzierung, die den Namen verdient."

Publikum nicht unterschätzen



Zudem heben die meisten Zeitungen hervor, dass Finanzschwache noch weniger gehört würden. Wer viel Geld habe, komme noch mehr zu Wort.

Für den TAGES ANZEIGER "wirkt Werbung anders, wenn sie direkt ins Ohr und ins Auge geht, nämlich emotionaler und manipulativer". So befürchtet der TAGI:

"Haben die Inserenten auch noch eine politische Absicht, droht die Vereinnahmung – zu Gunsten der Auftraggeber, zu Lasten der Transparenz."

Für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG ist die Kritik an der politischen Werbung etwas übertrieben, man soll das Publikum nicht unterschätzen:

"Ganz so simpel ist der moderne Medienkonsument nun auch wieder nicht gestrickt. Mit viel Geld kann man sich wohl Werbefläche, aber noch lange nicht Glaubwürdigkeit verschaffen."

Kerry gegen Bush

"Die amerikanische Republik hat wieder ihren Zweikampf – Mann gegen Mann, Bush gegen Kerry, Lager gegen Lager", schreibt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG.

Für die NZZ ist John Kerrys Erfolgsrezept einfach gewesen: "Er brauchte die demokratischen Primärwähler nur davon zu überzeugen, er sei der aussichtsreichste Kandidat, er könne Bush wirklich schlagen."

Die AARGAUER ZEITUNG fordert: "Kerry braucht eine Vision" und präzisiert: "Die Vision eines offenen und toleranten Amerikas, das wieder weltweit als Vorbild dienen kann."

Für die NEUE LUZERNER ZEITUNG hat sich Kerry der Demokratischen Partei als einzige Persönlichkeit angeboten, die George W. Bush aus dem Weissen Haus vertreiben könne. Allerdings sei zu beachten, dass Bush "als amtierender Präsident landesweite Aufmerksamkeit und nicht zu unterschätzende Machtmittel" besitze, die auch im Wahlkampf eingesetzt würden.

Mit einer Karrikatur auf der Frontseite kommentiert LE TEMPS den US-Präsidentschafts-Wahlkampf. Die Genfer Zeitung spielt dabei auf die letzten Wahlen an, als sich Bush erst nach einem Gerichtsentscheid gegen den demokratischen Kandidaten Al Gore durchgesetzt hatte. So sieht man Bush im Gespräch mit einem Wahlkampfberater, und der US-Präsident fragt ihn:

"Müssen wir diesmal richtig gewinnen, oder machen wir das wie letztes Mal?"

swissinfo, Alina Kunz Popper

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