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Presseschau vom 05.01.2004

Der Katzenjammer bei den Schweizer Ski-Männern hat übers Wochenende für Schlagzeilen gesorgt und ist heute Anlass für verschiedene Kommentare.

Dominierendes Ausland Thema ist der Flugzeugabsturz mit 148 Toten vor der ägyptischen Feriendestination Sharm el-Sheikh.

"Riskanter Kreislauf" titelt die BERNER ZEITUNG und weist darauf hin, dass auch Schweizer Reisebüros Ferien am Roten Meer zum Dumpingpreis von 495 Franken anbieten und dass diese Billigangebote nicht rentieren. Deshalb würden die Reiseanbieter äusserst knapp kalkulieren und Abstriche machen "bei den Löhnen des Hotelpersonals, bei den Gehältern der Flight Attentands, vielleicht gar bei der Wartung der Jets".

Doch die sinkenden Flugpreise seien den Konsumenten hochwillkommen, schreibt die BZ weiter und hält fest, dass sich Konsumenten daran gewöhnt hätten, dass bestimmte Kategorien von Flügen schon fast gratis sind.

"Dass dies möglicherweise mit gewissen zusätzlichen Risiken erkauft werden muss, pflegt man zu verdrängen."

In der Schweiz verboten

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hatte bereits im Oktober 2002 der Unglücksgesellschaft Flash Airlines die Lande- und Überflugsrechte für die Schweiz entzogen.

"Flash Airlines, une Compagnie a problèmes." "Flash Airlines, eine Problemfirma" titelt die Westschweizer LE TEMPS und betont, das Unglück sei ein Rückschlag für das Charter-Geschäft.

Im Berner BUND kritisiert ein französischer Flugexperte das Geschäft und hält fest, dass die Reisebüros nach einigen Unfällen zwar etwas vorsichtiger geworden seien, sie "kümmern sich aber immer noch mehr um den Aufenthalt, als um die Flugreise".

"In der Schweiz war Flash Airlines auf der schwarzen Liste" titelt die BASLER ZEITUNG und fragt sich, ob bei "den Billigangeboten gewisser Reisebüros bei der Flugsicherheit gespart wird".

Schweizer Skination am Boden?

"Kater und Katzenjammer" titelt die AARGAUER ZEITUNG auf der Frontseite und meint damit dass die Schweizer Skifahrer übers Wochenende auf der ganzen Linie enttäuscht hätten. Frauen wie Männer liegen in der Teamwertung lediglich noch auf Rang 5.

"Bedenklich dabei ist: Die Skination kann sich nirgends festhalten, um in diesem Jahr garantiert wieder aus dem Loch zu kommen."

Cheftrainer Karl Frehsner sei für das Debakel mitverantwortlich, kommentiert die AZ und kritisiert, Frehsner habe in den letzten Jahren die Nachwuchsarbeit auf mehreren Ebenen sträflich vernachlässigt.

"Wenn Cuche und Co. nicht bald ein Exploit gelingt, sind weitere Abstürze programmiert."

Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG fragt lakonisch "Wo sind die Schweizer?" und schreibt, Silvan Zurbriggen sei mit seinem zehnten Rang "für heutige Begriffe ein Spitzenrang" gelungen.

Der BLICK bezeichnet Cheftrainer Frehsner als Schuldigen.

"Doch der hat punkto Selbstkritik nicht einmal Europacup-Niveau. Für ihn sind an der Misere alle und alles schuld, nur er nicht."

Gestern warf Frehsner den Medien im SONNTAGS-BLICK vor, sie verdrehten stets alles.

Der BLICK reagiert heute mit einer praktisch leeren Seite, verzichtet auf Berichte zu den Skirennen vom Wochenende und fragt stattdessen "Ist es das, was sie wollen, Herr Frehsner?"

swissinfo, Andreas Keiser

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