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Presseschau vom 10.11.2003

Die Schweizer Montagszeitungen stürzen sich förmlich auf die Freisinnige Partei der Schweiz.

Die FDP hat bei den Nachwahlen in den Ständerat drei von vier Sitzen verloren.

"Der schwarze Sonntag der Freisinnigen"

titelt LE TEMPS in grossen Lettern und kommentiert weiter:

"Die Christdemokraten haben vor drei Wochen ihre Beresina erlebt. Die Freisinnigen lernten sie am Sonntag kennen. Nichts bleibt der einst grossen alten Partei erspart, die drei der vier möglichen Sitze im zweiten Wahlgang zu den Ständeratswahlen verloren hat."

Bundesratswahl im Zentrum

Die NEUE LUZERNER ZEITUNG warnt vor falschen Schlüssen. Vor allem solle sich jetzt die CVP nicht ins Fäustchen lachen:

"Auch wenn rein zahlenmässig die Wahrscheinlichkeit einer Mitte-Links-Regierung grösser wurde, politisch sinnvoll ist sie deswegen noch lange nicht."

Mit der Bundesratswahl vom kommenden 10. Dezember setzt sich auch die AARGAUER ZEITUNG auseinander, die findet:

"Rein rechnerisch ist die Ausgangslage für den 10. Dezember nach wie vor klar. Die FDP hat in der Bundesversammlung immer noch 6 bis 7 Mandate Vorsprung auf die CVP."

Die Nachwahl habe jedoch gezeigt, wie dringend eine Mittepartei auf zuverlässige Partner angewiesen sei, um nicht zwischen Stuhl und Bank zu fallen.

Lieber das Original

Für den Zürcher TAGES ANZEIGER ist das "Ende der Schonzeit" gekommen. Die FDP habe sich an der noch erfolgloseren CVP schadlos halten wollen und deren zweiten Bundesratssitz eilfertig der Schweizerischen Volkspartei, SVP, zugesprochen. Dieser Entscheid habe sich nun gerächt:

"Bekräftigt sie ihren Schmusekurs mit der SVP, könnte dies in der Mitte und bei den Linken die Lust verstärken, einen SVP-Vertreter auf den frei werden FDP-Sitz im Bundesrat zu wählen. Nach dem Motto: lieber das Original statt eine Kopie."

Kampf dem saudischen Königshaus

Der Berner BUND blickt nach Saudi Arabien, wo – so der BUND - der Bombenanschlag in Riad das saudische Königshaus in Bedrängnis bringe, weil da zwei Welten aufeinander prallten:

"Die Vision von US-Präsident Bush, den Nahen Osten und Afghanistan zur Demokratie zu führen, und die Illusion der Jihadisten, die islamische Welt, von allem Fremden gereinigt, ins 'Goldene Zeitalter' zurückzuführen.

Auch für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG ist der jüngste Anschlag ein neuer Höhepunkt eines immer offener ausgetragenen Kampfes zwischen den saudischen Behörden und den militanten Islamisten:

"Das saudische Königshaus, welches von der Kaida als Marionette Washingtons bezeichnet wird, versucht sich gegen das Erstarken der radikalen Islamisten mit schärferen Kontrollen, mehr Verhaftungen und nachrichtendienstlicher Zusammenarbeit mit den USA zu wehren."

Allerdings, nur der kleinere Teil des saudischen Volkes scheine nach mehr Freiheit zu streben, meint die NZZ und schliesst daraus:

"Trotz Verteufelung bin Ladins könnte die Kaida weitere Anhänger finden."

swissinfo, Urs Maurer

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