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Presseschau vom 12.11.2003

Der helvetische Blätterwald bleibt am Mittwoch ohne einheitliche Windrichtung. Roger Federers Masters-Sieg schmückt die Frontseiten der Zeitungen ebenso wie die regionale Sparpolitik.

Die UBS-Resultate erfreuen die Kommentatoren, der Zustand der Freisinnigen Partei nicht.

Die Kantone machen sich offensichtlich ans Sparen – nicht zur Freude der Betroffenen. Aus Gründen des geringsten Widerstandes oft im Schulwesen. Im Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt denkt man über die Abschaffung des Gratissargs oder des Stillgeldes nach. "Das 100-Millionen-Paket wirkt bei Ausgaben von 3,7 Milliarden allerdings eher bescheiden", schreibt die BASLER ZEITUNG.

Lehrer-Schüler-Streik im Tessin

"Mit 100 Millionen Kürzung muss die Erziehungs-, Kultur- und Sportdirektion am stärksten bluten", hält die BAZ im weiteren fest. In Bern dasselbe Bild: 25'000 Kantonsangestellte praktizierten in einer "Warnstunde" Protest gegen die Sparpolitik. "Sie befürchten die 'Demontage des Service public'", kommentiert DER BUND.

"Darum haben die bernischen Staatsangestellten, die Lehrkräfte, das Personal der Spitäler und sozialen Institutionen eine 'Warnstunde' eingelegt", schreibt DER BUND weiter. Und verweist darauf, dass im Tessin für Mittwoch gar ein Lehrer-Schüler-Streik vorgesehen ist.

Der Kanton Luzern schliesslich "sägt am Langzeitgymi", titelt die NEUE LUZERNER ZEITUNG, nur damit der Kanton sein Schulraumnot lindern könne...

Papierlose illegale Zuwanderer

Eine Medienkonferenz der Caritas fand ziemlichen Widerhall in der Presse. Das Hilfswerk verlangt eine einmalige Aktion zur kollektiven Regularisierung der "Sans papiers" (Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung). Anstelle eines Kommentars vergleichen viele Zeitungen dabei die Anzahl der ehemaligen Papierlosen in anderen europäischen Staaten und in der Schweiz.

Im Wirtschaftsbereich dominiert die News vom Quartalsergebnis der UBS. "UBS verdient so viel wie zu Boomzeiten", titelt die BERNER ZEITUNG. Der positiven News der 20 Milliarden Franken Neugeldzufluss steht allerdings ein weiterer Stellenabbau für 2004 von 1000 Beschäftigten gegenüber.

Und die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG reflektiert das UBS-Ergebnis folgendermassen: "Im Derby zwischen den beiden heimischen Spitzenbanken hat die UBS nach drei Vierteln der Spielzeit die Nase vorn. Der Credit Suisse Group (CSG) dürfte es schwer fallen, den Rückstand bis zum Jahresende wettzumachen."

Freisinn am Wendepunkt: Abschied von der Staatspartei

Die innenpolitische Lage kurz vor den Bundesrats-Wahlen befindet sich offenbar in einem Sturmtief: Kaum Schlagzeilen rund um mögliche oder vorgefallene Korridorintrigen oder Machtspiele. Einzig der Zustand der Freisinnigen Partei nach den zweiten Wahlgängen gibt zu schreiben.

In der Westschweizer Tageszeitung LE TEMPS sagt Hans-Rudolf Merz in einem Interview: "Le Parti radical a oublié qui étaient ses électeurs – Der Freisinn hat vergessen, wer seine Wähler waren."

Und der TAGES-ANZEIGER fragt sich zum Thema Freisinn im Titel: "Gelingt ein radikaler Neubeginn?" Und schreibt: "Den Misserfolg der FDP mag man bitter nennen, aber das Mitleid, das gefallene Helden in antiken Tragödien wecken, will sich nicht einstellen."

Begeisterung immerhin im Sport: "Agassi: Federer ist der Beste", titelt der BLICK euphorisch. Und schreibt: "Da geriet selbst der US-Superstar Andre Agassi ins Schwärmen: 'Was Roger auf dem Platz zeigt, ist einfach grossartig'."

swissinfo, Alexander Künzle

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