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Presseschau vom 13.05.2003

Der Dollar ist ein bedeutender Weltwirtschaftsfaktor. Die Dollarschwäche hat auch Auswirkungen auf die Schweiz. An dieser Thematik ist auch die Landespresse interessiert.

Dieser Inhalt wurde am 13. Mai 2003 - 10:21 publiziert

Das bevorstehende Rekord-Abstimmungswochenende und der Positionskampf eines ehemaligen Fernsehmoderators um eine optimale Ausgangsbasis für die Parlaments-Wahlen im kommenden Herbst sind weitere Themen.

Der Dollar ist auf ein Jahrestief gefallen und bereitet Europa und damit auch der Schweiz Kopfzerbrechen. Der US-Bankökonom Stephen Roach ist der Ansicht, ein schwacher Dollar könne die Welt vor der Krise retten.

"Doch wenn er 'Welt' sagt, ist damit wohl nur ein Land gemeint: die USA,"

deutet der TAGES ANZEIGER Roachs Statement. Da das rasche Kriegsende am Golf der darbenden Konjunktur nicht den erhofften Kick verliehen habe, setze Washington nun auf Währungsdumping, um zumindest den eigenen Wirtschaftsraum wieder in Schwung zu bringen.

Den Golfkriegs-Knatsch zwischen den meisten europäischen Ländern und den USA im Visier, schreibt der TAGI jedoch:

"Lächerlich, wenn jetzt Verschwörungstheoretiker (...) bereits wieder gezielte Repressalien gegen das kriegsunwillige 'Old Europe' vermuten. Aber die Regierung Bush beweist erneut, dass sie sich um den Rest der Welt foutiert, wenn es um ihre ureigenen Interessen geht. Nur betrifft die Weltwirtschaft alle."

Mit Blick auf den Schweizer Aktienmarkt stellt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG lakonisch fest:

"Die Dollarschwäche belastet zyklische Titel."

Die AARGAUER ZEITUNG bricht die globale und schweizerische Wirtschaftslage auf ihren Kanton herunter. Die Aargauer Kantonalbank (AKB) will der darbenden Regionalwirtschaft mit einem Zinsanreiz für neue Investitionen auf die Beine helfen.

"Wir sehen uns als Winkelried,"

erklärt AKB-Chef Grätzer der AZ und meint damit die Tiefzinsstrategie des Bankinstituts. So sollen andere Banken zum selben Vorgehen animieren werden. Die Zeitung empfindet diese Strategie als plausibel, denn:

"Unternehmer investieren zwar primär dann, wenn sie mit steigenden Verkäufen rechnen können. Tiefere Zinsen können jedoch über die Kostenentlastung den Impuls zum erwünschten Vorziehen einer Investition auslösen."

Strenges politisches Wochenende

Die Vorlagenflut des kommenden Abstimmungs-Wochenendes beschäftigt die NEUE LUZERNER ZEITUNG. Für sie sind

"Bürger und Büros am Limit."

Das Stimmvolk bestimmt über neun Vorlagen, und die Wahlbüros müssen die Stimmzettelflut dann auszählen und verarbeiten.

"Doch die Schweizer wissen, dass die direkte Demokratie nicht nur ein Geschenk ist, sondern dass damit auch Pflichten verbunden sind,"

erklärt die NLZ, spricht sich aber dafür aus, in Zukunft solche Mammut-Veranstaltungen zu verhindern. Denn:

"Handlungsbedarf entsteht erst dann, wenn die Stimmbeteiligung tiefer ausfallen sollte als üblich. Wenn tatsächlich mehr Leute den Gang zur Urne meiden, weil sie vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen, dann - aber erst dann - sind neue Ideen gefragt."

Wahlkampf auf der Titelseite

Auch die Boulevardzeitung BLICK bringt ein politisches Thema auf ihrer Frontseite:

"Filippo Leutenegger spielte zusammen mit Christoph Blocher schon in der 'Arena' die erste Geige."

Leutenegger, der früher die Politsendung "Arena" moderierte, befindet sich auf der Zürcher FDP-Wahlliste für die Nationalratswahlen im kommenden Herbst auf Platz 7. Dank der Listenverbindung von SVP und FDP sollen seine Chancen gewählt zu werden, steigen. Der Blick schreibt:

"Seine guten Beziehungen zu Blocher und seine Beliebtheit bei den SVP-Getreuen können ihm die entscheidenden Stimmen bringen."

Denn der Blick weiss:

"Einer, der hinter den Kulissen zielstrebig für den umstrittenen Pakt mit Blocher einstand, war Filippo Leutenegger."

swissinfo, Etienne Strebel

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