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Presseschau vom 16.02.2004

An den Pranger gestellt wird die Informationspolitik von Bund, Kanton und Flughafenbetreiber in Zürich. Angeprangert werden auch die politischen Zustände in Haiti.

Weiteres Thema in der Tagespresse: Der Tod des ehemaligen italienischen Radprofis Marco Pantani.

Auf dem Zürcher Flughafen dürfen in der Hauptverkehrszeit seit Dezember 2003 ein Drittel weniger Flugzeuge landen. Grund: Ein Beinahe-Zusammenstoss im letzten Sommer.

Der TAGES ANZEIGER moniert: "Wieder einmal war es den Medien vorbehalten, über den nicht gemeldeten Fast-Zusammenstoss und seine Folgen zu informieren."

Eine solche Informationspolitik beschädige das Vertauen in die Betreiber des Flughafens, aber auch in die politischen Verantwortlichen, schreibt der TAGI weiter.

"Es passt, wie das berühmte Tüpfelchen auf dem i, dass auch der Wechsel des Präsidiums des bundesrätlichen 'Swiss-Ausschusses' von Leuenberger zu Merz nicht aktiv kommuniziert wurde."

Der Flughafen, die Flugsicherheit und vor allem die Zukunft der Swiss seien Themen, die keine Geheimniskrämerei vertrügen. "Offenbar sind die Probleme in ihrer Gesamtheit aber so gross, dass sie den Verantwortlichen über den Kopf gewachsen sind", erklärt der TAGI eine "derart fahrlässige Informationspolitik".

Demokratie-Hindernis Aristide

Die politische Lage in Haiti findet ihren Niederschlag in den Kommentarspalten. Die anhaltenden Proteste gegen den ehemaligen Hoffnungsträger Präsident Aristide machen das Land zusehends unregierbarer.

"Die Situation ist blockiert, beide Seiten bleiben stur", schreibt die BERNER ZEITUNG. Es müsse gelingen, mit Aristide über die Einzelheiten seines Abganges zu reden. Denn: "Falls er sich bereit erklären würde, abzutreten und das Land zu verlassen, wären die künftigen Machthaber wohl einverstanden, auf eine Strafverfolgung zu verzichten."

So könne man sich in relativ kurzer Zeit auf das wirklich Wichtige konzentrieren – "auf die Entwicklung des ärmsten Landes der westlichen Hemisphäre", hofft die BZ.

"Das Ausland, allen voran die USA, haben viel zu lange auf Aristide gesetzt",
meint die NEUE LUZERNER ZEITUNG. Die Welt müsse einmal mehr zur Kenntnis nehmen, dass die Demokratisierung ein langwieriger und sehr schwieriger Prozess sei.

"Ein Prozess, der von innen kommen muss und nicht durch eine Militärintervention zu erzwingen ist. Im Hinblick auf den Irak und Afghanistan ist Haiti ein aktuelles Beispiel, aus dem Lehren gezogen werden müssten – nicht zuletzt in den USA", schliesst die NLZ.

Einsam in den Bergen, einsam in den Tod

"Lo sport piange Pantani - der Sport weint um Pantani", titelt der CORRIERE DEL TICINO seine Geschichte zum mysteriösen Tod des italienischen Ex-Radprofis Marco Pantani.

"Marco Pantani, mort d'un champion trop fragile pour supporter la déchéance – Marco Pantani, Tod eines Champions, der zu sensibel war, den Abstieg zu ertragen", beschreibt der Genfer LE TEMPS den einsamen Tod des ehemaligen Radprofis in einem Hotel in Rimini.

Und der BLICK fragt direkt: "Pantani, hat er sich vergiftet?" Laut BLICK war Pantani immer auf der Flucht: "Im Rennen, vor seinen Anhängern, vor der Justiz –am Schluss vor sich selbst".

Sein Tod überrascht das Boulevardblatt nicht: "Sportlich hat er am 5. Juni 1999 (...) das Leben verloren. Weil sein Blut so dick war wie Konfitüre, wurde er aus dem Giro d'Italia ausgeschlossen. Von der Polizei abgeführt wie ein Schwerverbrecher".

Und die BASLER ZEITUNG weiss: "Der italiensiche Radprofi sah sich in den Doping-Affären, in die er verstrickt war, stets als Opfer. Er fragte sich immer wieder: Warum ich? Warum nicht auch alle anderen?"

swissinfo, Etienne Strebel

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