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Presseschau vom 31.10.2003

Ein Zürcher Lokalereignis beschäftigt die Schweizer Tageszeitungen: die Südanflüge auf den Flughafen Zürich-Kloten und die Proteste dagegen.

Der Anflug ist lärmig, führt über dichtbesiedeltes Gebiet und ist eine Folge des vom Parlament abgelehnten Flugabkommens mit Deutschland.

"Protest gegen die da oben!" titelt die BERNER ZEITUNG und schreibt weiter, dass die Flughafenanwohner mit gellenden Pfiffen und 500 Fackeln Sturm gegen die Jets, die 300 Meter über ihren Köpfen zur Landung ansetzten, gelaufen seien.

Die AARGAUER ZEITUNG schreibt von der "Aufwachschneise" auf den Flughafen Kloten:

"Jetzt wissen auch die Bewohner von Zumikon, Gockhausen und Schwamendingen aus eigener leidvoller Erfahrung, dass Flugzeuge nicht mit einem leisen Brummen die Landepisten anfliegen, sondern dass der Krach ganz erheblich ist."

Der BLICK schickte seinen Kolumnisten Jürg Ramspeck in die Aufwachschneise. Denn dort wurde ganz gehörig demonstriert und jedes anfliegende Flugzeug mit einem "Buh" von unten begrüsst:

"Diszipliniert bildeten wir ab 5.30 Uhr mit unseren Fackeln ein loderndes NEIN. Wir waren immerhin so viele, dass es auch noch zu einem i-Punkt reichte."

Regelung auf Zeit



Für den Zürcher TAGES ANZEIGER sind die nun angelaufenen Südanflüge auf Zürich-Kloten nur "Südanflüge auf Zeit":

"Denn daran lässt sich nicht mehr rütteln: Weder die Versprechen der Politiker noch die Erwartungen der Bürger lassen es zu, dass die heutige Regelung auf Dauer bleibt."

Die Politiker hätten ihr Wort gegeben, dass nach neuen Lösungen gesucht werde und die Leute würden sie darauf behaften. Sonst, so der TAGES ANZEIGER:

"Ein Wortbruch könnte grösseren Schaden anrichten als dem Flughafen je durch den Zusammenbruch der Swissair und die deutschen Anflugdiktate gedroht hat."

Feldversuch mit Gentech-Weizen

Verlierer seien fast alle, meint auch die NEUE LUZERNER ZEITUNG, schreibt aber nicht von den Südanflügen auf Kloten, sondern von der Eidgenössischen Technischen Hochschule, ETH, die nach langem gerichtlichem Hin und Her doch ihren Gentech-Weizen vier Jahre nach dem Einreichen des Gesuches für einen Versuch im Freien anbauen darf:

"Die Verzögerungstaktik hat eine Reihe von Verlierern hervorgebracht. Neben der Forschergemeinde gehören auch die Steuerzahler dazu, handelt es sich doch um ein ausschliesslich aus öffentlichen Geldern finanziertes Projekt der Grundlagenforschung."

Aber auch das Umweltamt BUWAL gehöre zu den Verlierern. Hätte es vor vier Jahren nicht ein kategorisches Njet zum Freisetzungsgesuch erlassen, wäre es wohl bei den Sparbemühungen des Parlamentes nicht so stark unter die Räder geraten, schreibt die Zeitung aus Luzern.

Vorbild USA



Und die welsche LE TEMPS blickt aus Europa neidvoll in die USA:

"Hier von Europa aus, muss man schon zweimal hinschauen, um es zu glauben: Die USA melden ein Realwachstum von 7,2% im dritten Quartal. Da handelt es sich nicht um eine Sinnestäuschung, sondern um das stärkste Wachstum seit 1984."

Was die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG mit Blick auf die Politik so begründet:

"Dahinter orten Kommentatoren die Wirkung der im Frühjahr verabschiedeten Steuersenkungen, die bestimmten Bevölkerungsgruppen verübergehend mehr bares Geld in Form höherer Kindergutschriften bescherten."

swissinfo, Urs Maurer

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