Rentenanstalt mit deutlich weniger Gewinn

Das erste Halbjahr lief gemäss den Erwartungen. Keystone

Der Versicherungs- und Finanzkonzern Rentenanstalt/Swiss Life hat für das erste Halbjahr 2001 einen deutlich tieferen Gewinn als im Vorjahr ausgewiesen. Die Brutto-Prämien-Einnahmen lagen mit 11,1 Mrd. Franken leicht über dem Vorjahreswert.

Dieser Inhalt wurde am 18. September 2001 - 10:52 publiziert

Der neu nach den IAS-Richtlinien ermittelte Halbjahresgewinn lag laut Angaben der Rentenanstalt/Swiss Life mit 253 Mio. Franken erwartungsgemäss unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Nach alter Rechnungslegung wurde damals ein Halbjahresgewinn von 372 Mio. Franken ausgewiesen.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass die Zahlen wegen der unterschiedlichen Rechnungslegung nicht vergleichbar seien. Vor Steuern und Minderheiten erreichte der Konzern im ersten Halbjahr 2001 einen Gewinn von 418 Mio. Franken. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, konnte das Geschäftsvolumen trotz eines schwierigen Umfelds weiter ausgebaut werden.

Mehr verwaltete Vermögen

Die verwalteten Vermögen stiegen auf 217,4 Mrd. Franken, verglichen mit 214,4 Mrd. Franken im Vorjahr. Das Finanzergebnis erreichte mit rund 3,1 Mrd. Franken 30% des gesamten Vorjahreswerts. Die direkten Erträge entwickelten sich den Angaben zufolge erwartungsgemäss. Der Saldo der realisierten und buchmässigen Gewinne ging dagegen deutlich zurück, weil wegen der ungünstigen Börsenlage ausserordentlich wenige Gewinne realisiert wurden.

Als weiterhin erfreulich wurde das versicherungstechnische Ergebnis bezeichnet. Wegen des tieferen Betriebsaufwands konnten der Kostensatz im Lebengeschäft von 12,5% auf 9,6% sowie die "combined ratio" des Nicht-Leben-Geschäfts von 110,8% auf 103,8% verbessert werden.

Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen

Weitere Einzelheiten zum Geschäftsgang und Prognosen für den Ganzjahresverlauf wurden für den kommenden 26. September in Aussicht gestellt. Die Eckdaten der Halbjahreszahlen wurden bereits am Dienstag veröffentlicht, weil der Verwaltungsrat den Abschluss an seiner Sitzung vom vergangenen Freitag genehmigt hat.

Die Zahlen wurden auch für Analysten überraschend veröffentlicht. Sie dürften aber nach Ansicht von Analysten der Bank Leu die Aktie des Versicherungs- und Finanzkonzerns eher unterstützen. Das Finanzergebnis von 3,1 Mrd. Franken lag im Rahmen ihrer Erwartungen. Nach Einschätzung eines Analysten der Zürcher Kantonalbank lag auch das Prämienvolumen von 11,1 Mrd. Franken im Rahmen der Erwartungen. Trotzdem gab die Aktie der Rentenanstalt an der Schweizer Börse nach. In einem mit 1,1% im Minus liegenden Markt gab der Titel am Vormittag um 2,3% auf 782 Franken nach.

swissinfo und Agenturen

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