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Rollende Landstrasse via Lötschberg ab Juni in Betrieb

Verkehrsminister Moritz Leuenberger (l.) und sein italienischer Amtskollege Pier Luigi Bersani.

(Keystone)

Italien wird den Huckepackkorridor durch Lötschberg und Simplon per Ende Mai fertigstellen. Diese Zusicherung hat Bundespräsident Moritz Leuenberger am Montag (19.02.) bei einem Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Pier Luigi Bersani in Mailand erhalten.

"Die rollende Landstrasse kann somit definitiv am 11.Juni 2001 in Betrieb genommen werden,» sagte Verkehrsminister Leuenberger bei einer Medienkonferenz nach dem Treffen. Dies gebe Anlass zu «uneingeschränktem Jubel".

Eigentlich hätte der Lastwagen-Verlad über die Lötschberg-Achse schon Anfang 2001 erfolgen sollen. Doch auf italienischer Seite gab es Verzögerungen beim Ausbau der Tunnels und der Bahnanlagen. Laut Leuenberger wurden beim Treffen die gemeinsamen Ziele beider Länder in der Verkehrspolitik bekräftigt. Neben der Verlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene bedeute dies die gegenseitige Zusicherung zur Abnahme der Verkehrsströme Nord-Süd und umgekehrt.

Entflechtung der Verkehrsströme

Die italienische Seite legte ihr Konzept einer Entflechtung des Bahnverkehrs im Grossraum Mailand dar. Güterverkehr soll prinzipiell in Schlaufen um Mailand herumgeführt werden, im Personenverkehr werden Hochgeschwindigkeitszüge vom regionalen Bahnverkehr getrennt, wie Transportminister Bersani ausführte.

Beim Güterverkehr setzt Italien einerseits auf die Linien Bellinzona-Luino-Novara mit Anschluss an die Ost-West-Bahn. Andererseits sollen die Verkehrsströme südlich von Lugano neben dem vorrangigen Ausbau der Strecke Mendrisio-Varese-Flughafen Malpensa Richtung Bergamo und Treviglio geleitet werden.

SBB-Generaldirektor Benedikt Weibel unterstrich, dass die Schweizer Bundesbahnen die italienischen Anstrengungen unterstützen. Künftig würden deshalb am Hub Basel die Güterzüge mit Zielorten in Italien schon so zusammengesetzt, dass sie gar nicht mehr zum Rangierbahnhof nach Mailand müssten.

Como-Mailand vierspurig

In Bezug auf die Fortführung der Neuen Alpentransversalen (Neat) südlich von Lugano setzt Italien im Personenverkehr neben Varese-Malpensa auf den vierspurigen Ausbau der Strecke Como-Mailand. Zwei Spuren werden Hochgeschwindigkeitszügen vorbehalten sein. Die beiden anderen Gleise für Güter- und Regionalverkehr.

Für ihre Ausbauprojekte greifen die italienischen Staatsbahnen tief in die Tasche. FS-Generaldirektor Giancarlo Ciboli bezifferte die Investitionen der kommenden Jahre auf 1800 Milliarden Lire (zirka 1,5 Mrd. Franken). "Wir hoffen alle Projekte bis 2008, spätestens 2010 fertigzustellen", fügte er an.

swissinfo und Agenturen

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