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Rücktritt von Odilo Guntern

Odilo Guntern war für viele Garant für das Bemühen um einen wirksamen Datenschutz in der Schweiz.

(Keystone)

Der Eidgenössische Datenschutz-Beauftragte Odilo Guntern tritt Mitte Jahr zurück. Der Bundesrat hat am Mittwoch (17.01.) von dieser Demission Kenntnis genommen und dem bald 64-jährigen Walliser für seine langjährigen Dienste gedankt.

Guntern ist seit dem 1. April 1993 oberster Datenschützer. Zuvor war der promovierte Jurist von Mitte 1986 bis Ende 1992 Eidgenössischer Preisüberwacher gewesen. Von 1975 bis 1983 war das CVP-Mitglied Walliser Ständerat.

Schwieriger Beginn

Das Datenschutzgesetz trat am 1. Juli 1993 in Kraft. Am Anfang sei es nicht einfach gewesen, die Datenschutz-Anliegen bei Bundesbehörden und Privaten an den Mann zu bringen, sagte Guntern in einem Interview mit «Swiss Radio News».

So setzte er sich immer wieder dafür ein, dass Persönlichkeitsrechte durch neu aufkommende Technologien nicht verletzt wurden. Acht Jahre später ist Guntern der Meinung, dass die Sensibilisierung der Bevölkerung stark zugenommen hat.

Heute seien sich die Leute bewusst, dass bei jedem Einkauf Daten erhoben werden könnten, die sich zu kommerziellen Zwecken verwenden lassen. Und wer vor einem Computer sitze, müsse wissen, dass mit den anfallenden Daten ganze Persönlichkeitsprofile erstellt werden könnten.

Datensicherheit verbessern

Die gesetzlichen Bestimmungen für einen wirksamen Datenschutz seien heute vorhanden, sagte Guntern weiter. Unter Umständen brauche es höchstens noch spezifische Grundlagen.

Als Schwerpunkt für die Zukunft sieht er indes die Datensicherheit, die sich mit technischen Mitteln massgeblich verbessern lasse. Passwörter allein reichten nicht; man müsse auch die - längst vorhandenen - Verschlüsselungstechnologien nutzen.

sissinfo und Agenturen

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