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SAir-Töchter in Frankreich bangen um ihre Zukunft

AOM, Air Littoral und Air Liberté fürchten um ihre Existenz, nach dem die SAir Group ihre Strategie nun ändert.

(Keystone)

AOM, Air Littoral und Air Liberté bangen nach dem Rücktritt von SAir-Konzernchef Philippe Bruggisser um ihre Zukunft. Sie befürchten, dass das Wendemanöver in der SAir-Strategie zu ihrer Liquidation führen könnte.

"Wenn man das Communiqué der SAir zwischen den Zeilen liest, bleiben wohl nur zwei Varianten: Entweder wird es eine drastische Restrukturierung inklusive Sozialplan geben oder wir werden die Bilanz deponieren müssen", sagte Thierry Auriol von der Pilotengewerkschaft SNPL der Air Littoral.

Insgesamt beschäftigen die drei SAir-Töchter in Frankreich rund 6'000 Personen. "Derzeit herrscht ein grosses Durcheinander. Die besten Kader sind gegangen, viele Angestellte fühlen sich entmutigt, die Flugzeuge fliegen halb leer", lässt ein AOM-Pilot verlauten.

Die Geschäftsleitung der drei Fluggesellschaften, die derzeit fusioniert werden, gibt derweil Durchhalteparolen heraus: "Wir werden trotz aller Turbulenzen mit der Fusion fortfahren". Am 12. März, dem Datum der SAir-Medienkonferenz, werde man mehr wissen.

Kritik am SAir-Verwaltungsrat

Kritik am SAir-Verwaltungsrat, an Finanzchef Georges Schorderet und am ehemaligen Sabena-Chef und heutigen Sanierer der drei französischen Gesellschaften, Paul Reutlinger, ist über das Wochenende in der Schweizer Presse, vor allem in der Wochenzeitung "Finanz und Wirtschaft" laut geworden.

Es zeige sich immer deutlicher, dass der Verwaltungsrat die Aufsichts- und Kontrollpflichten mangelhaft ausgeübt habe, schrieb die "Finanz und Wirtschaft" in ihrer Samstagausgabe.

Ins Schussfeld der Kritik gerate immer mehr auch Paul Reutlinger. Für den SAir-Verwaltungsrat sei klar, dass Reutlinger das Aufsichtsgremium über die wahren Zustände in Belgien getäuscht habe, schreibt das Blatt. Reutlinger habe viel an Glaubwürdigkeit verloren.

Zu hinterfragen sei auch die Rolle Schorderets. Die Rechnungslegung der SAir Group habe es dem Finanzchef offenbar erlaubt, den Gewinnausweis jeweils den Erwartungen der Finanzpresse und der Analysten anzupassen. Das Vertrauen des Verwaltungsrates in Schorderet sei angeschlagen. Mit Konsequenzen sei zu rechnen.

swissinfo und Agenturen


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