Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

SAirGroup: attraktiver und profitabler Flugbetrieb als Ziel

Eric Honegger, SAir-Verwaltungsrats-Präsident , sein designierter Stellvertreter Wolfgang Werle und Crossair-Chef Moritz Suter, (v.r.n.l.), versuchen den Flieger auf Kurs zu halten!

(Keystone)

Der Flugbetrieb der SAirGroup muss wieder attraktiver und profitabler werden. Dies sagte Verwaltungsrats-Präsident Eric Honegger am Dienstag (23.01.) in Zürich zur künftigen Strategie. Neue Allianzen werden nicht eingegangen, bestehende Risiken eliminiert. Qualität steht wieder im Vordergrund.

Die Lage ist ernst. Die Meldungen aus der SAir-Chefetage folgen sich Schlag auf Schlag. Erst wird die Führung umgekrempelt. Konzernchef Philippe Bruggisser verlässt das Unternehmen per sofort und wird interimistisch durch VR-Präsident Eric Honegger ersetzt.

Dann wechselt Crossair-Chef Moritz Suter in die Konzern-Leitung der SAirGroup und Moritz Suter übernimmt anstelle von Philippe Bruggisser das Präsidium des Verwaltungs-Rates der Crossair. Der Airline also, die er einst gegründet hat. Dann verkündet der SAir-Group-Verwaltungsrat, dass der Flugbetrieb wieder attraktiver und profitabler werden soll. Wie man die Ziele erreichen will, ist nicht ganz klar.

Wenn Sabena spurt

Gemäss Honegger hat der Verwaltungsrat am vergangenen Samstag die Eckwerte für die weitere Strategie diskutiert. Schwergewichtig soll die Attraktivität von Swissair, Crossair und Sabena ins Zentrum gestellt werden.

Bei Sabena müsse der Vorbehalt angebracht werden, dass die Gewerkschaften bei den laufenden Verhandlungen einlenkten. "Sollte dies nicht der Fall sein, ist die Swissair nicht bereit, zusätzliche Mittel in Sabena zu investieren", sagte Honegger.

Teurer aber Qualität

In der künftigen Strategie soll zudem wieder vermehrt die Qualität der Dienstleistungen für die Fluggäste ins Zentrum gerückt werden. "Wir werden nie die billigste Airline sei, wenn wir von unserem Land aus operieren. Also müssen wir in einem anderen Bereich unsere Konkurrenten überflügeln. Und das kann nur die Qualität sein", sagte Honegger weiter.

Verunsicherung beim Personal

Die Vereinigung des Cockpitpersonals (AEROPERS) bedauerte den Abgang von Bruggisser und würdigte ihn als fairen Sozialpartner. AEROPERS sei nun gespannt auf die strategische Ausrichtung. Eine Stärkung des Fluggeschäfts werde begrüsst.

Die Ernennung von Moritz Suter zum Airline-Chef lasse aber eine Steigerung der Ertragskraft einseitig zu Lasten des Personals befürchten, schreibt die Pilotengewerkschaft.

Gemäss dem Präsidenten der Vereinigung des Kabinenpersonals, Martin Guggi, wird der Strategiewechsel zwar eine gewisse Verunsicherung auslösen, aber auch positive Zeichen setzen.

Er verwies auf die harten Lohnverhandlungen der jüngsten Zeit. Zugleich habe das Personal gesehen, wie Hunderte von Millionen Franken aus dem Konzern für die Finanzierung von Beteiligungen abgeflossen seien.

Keine neuen Allianzen

Neue Allianzen will die Swissair nicht eingehen. Die weltweit tätigen Allianzen seien noch nicht so sattelfest, als dass sie als gegeben angesehen werden könnten. Jede Allianzstrategie müsse darauf hinauslaufen, dass die Profitabilität der Swissair wieder hergestellt werden könne. Aus diesem Grunde sollten unter anderem die Risiken bei den Beteiligungen im Airline-Bereich reduziert werden, die in den letzten Jahren eingegangen worden seien.

Zur personellen Situation sagte Honegger, die SAir und Bruggisser hätten sich per sofort in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Bruggisser habe zu sehr auf seine Allianzen-Strategie gesetzt.

swissinfo und Agenturen


Links

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×