Samuel Schmid reagiert auf Kritik

Verteidigungsminister im Kugelhagel: Nach den neusten Enthüllungen im Fall Nef steigt der Druck auf Bundesrat Samuel Schmid. Dieser sitzt die Krise weiter aus.

Dieser Inhalt wurde am 04. September 2008 - 19:01 publiziert

Am Mittwoch ist bekannt geworden, dass Samuel Schmid bereits im Herbst 2006 und nicht wie er erklärte 2007 mündlich über das Strafverfahren gegen den diesen Sommer abgesetzen Armeechef Roland Nef informiert worden war.

Heute Donnerstag sagte Schmid im "Tagesgespräch" von Radio DRS, er sei tatsächlich 2006 über das Strafverfahren gegen Nef informiert worden, habe sich jedoch vier Monate später nicht mehr daran erinnert.

"Auch ich bin nur ein Mensch", so Schmid weiter. Die damalige Untersuchung sei nicht in sein Pflichtenheft gefallen, denn zu jenem Zeitpunkt sei er noch nicht direkter Vorgesetzer von Nef gewesen. Dieser war damals Brigadier.

Ein Ermittlungsverfahren sei noch lange kein Strafurteil, und die zuständige Staatsanwältin habe damals keine Strafverfolgung gegen Nef beantragt. Schmid, der den Fehler zugibt, denkt nicht an einen Rücktritt.

Schweizer Zeitungen haben am Donnerstag mit harscher Kritik auf diese jüngste Information in der Affäre Nef/Schmid reagiert. Auch die Mehrheit der Parteien verliert zunehmend die Geduld.

Die Geschäftsprüfungskommmission (GPK) des Schweizer Parlaments soll die Widersprüche im Fall Nef/Schmid aufklären.

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