Schaffhausen gegen Fluglärm

Der Kanton Schaffhausen befürchtet Bauverbote, wenn der Fluglärm über dem Kanton zunimmt. Keystone

Das Schaffhauser Kantonsparlament wehrt sich gegen den zunehmenden Fluglärm vom Flughafen Kloten. Der Regierungsrat soll sich weiter für die Interessen des Kantons einsetzen.

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2001 - 13:46 publiziert

Schaffhausen hat Angst vor dem unbegrenzten Wachstum des Zürcher Flughafens. Im Jahr 2000 waren es noch 325'000 Flugbewegungen. In zehn Jahren werden es rund 420'000 Starts- und Landungen pro Jahr sein.

Eine Interpellation der Sozialdemokraten verlangte am Montag (14.05.), dass sich der Regierungsrat für die Interessen der Region Schaffhausen einsetzt und verlangt, dass die Emissionen gerecht verteilt werden. Nach dem - gemäss SP - unbefriedigenden Ergebnis der Staatsvertrags-Verhandlungen mit Deutschland müsse sich der Kanton gegen noch mehr Fluglärm wehren.

Auch der Schaffhauser Regierungsrat Herbert Bühl sagte: "Wir wurden als Kantons-Vertreter nicht ernst genommen."

Gesamtverkehrskonzept

Für die definitive Betriebs-Konzession des Flughafens fordert Schaffhausen eine Gesamtverkehrs-Konzeption und eine gleichwertige Verteilung des Fluglärms auf verschiedene Regionen rund um den Flughafen Kloten. Dabei gehen die Meinungen aber weit auseinander. Während die einen die Beschränkung der Flugbewegungen fordern, sagen die andern: "Nicht die Flugbewegungen, sondern der Lärm müssen beschränkt werden."

Bauverbot

Würden die jetzt gültigen Lärmgrenzwerte beibehalten, würde das bedeuten, dass im Jahr 2010 in 14 Schaffhauser Gemeinden die Planungs-Lärmgrenzwerte überschritten seien. Es würden dort Bauverbote in Kraft treten.

swissinfo und Agenturen

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