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Schutz vor dem bösen Wolf

Schweizer Schafzüchter wollen sich gegen den Wolf besser absichern. Keystone

Neuartige elektrische Zäune sollen verhindern, dass Schafe gerissen werden. Der WWF hat das System getestet und ist überzeugt, dass es wirkt.

Dieser Inhalt wurde am 09. Juni 2002 - 08:49 publiziert

Nach einem dreijährigen, erfolgreichen Pilotversuch werden die Zäune vom WWF als probate Schutzmassnahme gegen Wölfe empfohlen, besonders für das Oberwallis.

Vier Walliser Züchter hatten sich am Projekt beteiligt und wären damit zufrieden, wenn da nicht die Kosten wären. Die neuen Zäune kosten 25% mehr als die altbekannten. Der WWF Oberwallis hofft nun, dass sich andere Schafzüchter im Kanton trotzdem überzeugen lassen.

Keine Verluste während der Testphase

Die Schafe sollen geschützt werden mit einem 1,20 Meter hohen Zaun, bei dem auf verschiedener Höhe elektrische Drähte angebracht sind. Im Vergleich zu anderen Zäunen weist dieses System laut WWF gewisse Vorteile auf.

So sei während der dreijährigen Testphase kein einziges Tier ausgerissen. Bei traditionellen elektrischen Zäunen komme es nicht selten vor, dass die Tiere sich jenseits des Zaunes aufhielten.

Ausserdem seien keine Verluste durch Räuber oder wilde Hunde zu beklagen, während es mit den üblichen Methoden hin und wieder Probleme mit Luchsen gebe. Allerdings ist laut WWF nicht bekannt, ob sich während der drei Jahre ein Wolf den Schafen näherte.

Mehr elektrische Spannung

Dass die getesteten Zäune stärker elektrisch geladen seien als die herkömmlichen, dürfte die Bauern ebenfalls überzeugen, meinte der WWF- Projekt-Verantwortliche Christian Glenz. Und nicht zuletzt sei von Vorteil, dass der Zaun in der Landschaft kaum auffalle.

Schutzhunde und Esel sollen bleiben

Der WWF betont, dass das neue System keine Alternative zu Schutzhunden, Eseln und Hirten sein dürfe, sondern lediglich eine Ergänzung. Er verlangt zudem vom Bund finanzielle Hilfe für Schafzüchter, die sich mit den getesteten Zäunen ausrüsten möchten.

swissinfo und Agenturen

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