Schweiz exportiert vermehrt in die USA

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Die Europäische Union (EU) ist zwar nach wie vor der grösste Absatzmarkt der Schweizer Exportindustrie, doch hat sie gegenüber den USA an Anteilen verloren. Auch die Transformations-Länder kaufen zunehmend Produkte schweizerischer Herkunft.

Dieser Inhalt wurde am 09. August 2001 - 11:16 publiziert

Wie das Eidg. Finanzdepartement (EFD) am Donnerstag (09.08.) mitteilte, ist die EU mit einem wertmässigen Anteil von derzeit 61,1% an den gesamten Ausfuhren der Schweiz nach wie vor klar der wichtigste Abnehmer. Doch der US-Markt gewann für die Schweizer Exportindustrie an Bedeutung.

Klare Dominanz der Industrie-Länder

Bei der wertmässigen Verteilung der Exporte nach Absatz-Regionen sticht die klare Dominanz der Industrie-Länder ins Auge. Mehr als drei Viertel aller Ausfuhren haben einen Bestimmungs-Ort in einem Industriestaat.

Innerhalb der Industrieländer hat sich aber eine Gewichts-Verschiebung vollzogen. Hatte die EU in den Spitzen-Jahren 1990 und 1991 noch einen Markt-Anteil von jeweils über 65% an den schweizerischen Gesamt-Exporten, reduzierte sich dieser im ersten Halbjahr 2001 auf rund 61%. Auf der "Verliererseite" stand dabei in erster Linie Deutschland.

Boomender US-Markt

Dagegen nahm im beobachteten Zeitraum der Ausfuhr-Anteil der ausser-europäischen Länder zu. Besonders stark legten die USA zu, die ihren Anteil zwischen 1989 und 2001 von 8,2 auf 11,2% ausbauten.

Die Schweizer Export-Industrie profitierte dabei vom mehrere Jahre dauernden Konjunktur-Boom in den Vereinigten Staaten. Bezogen auf die Waren-Gruppen waren hier vor allem Uhren, Maschinen, Elektronik und Chemikalien gefragt. Nahezu unverändert blieb der Anteil der Exporte nach Japan.

Asienkrise zeigte Wirkung

Als zweit-wichtigster Absatzmarkt folgen mit deutlichem Abstand die Schwellen-Länder. Deren Export-Anteil wies im ersten Halbjahr 2001 praktisch dieselbe Höhe aus wie vor zwölf Jahren. Die Bestmarke registrierten die Schwellen-Länder mit jeweils 11,8% in den Jahren 1996 und 1997. Im Sog der Asienkrise schmolz dieser Anteil jedoch um mehr als 2 Prozentpunkte.

Eine gegenläufige Entwicklung verzeichneten die Transformations-Länder des ehemaligen Ostblocks und die Entwicklungs-Länder. Die Transformations-Länder verzeichneten nach einer Schwäche-Periode zu Beginn der 90-er Jahre eine stetige Ausweitung ihres Anteils auf derzeit 5,2%.

Dagegen verminderte sich jener der Entwicklungs-Länder seit ihrem Höhepunkt im Jahr 1993 (8%) auf noch 6,6%.

swissinfo und Agenturen

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