Schweiz ist besorgt über Lage in Darfur

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bedauert, dass die sudanesischen Behörden rund ein Dutzend humanitäre Hilfsorganisationen aus Darfur ausweisen wollen.

Dieser Inhalt wurde am 06. März 2009 - 09:52 publiziert

Das EDA sei sehr besorgt über die Auswirkungen dieses Entscheids auf die humanitäre Situation und die Sicherheitslage der 4,5 Mio. notleidenden Menschen in Darfur, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag.

Die humanitären Organisationen leisteten lebensnotwendige Hilfe für einen grossen Teil der Zivilbevölkerung. Dies gelte besonders für die Bereiche Wasserversorgung, Nahrungsmittelhilfe, Gesundheit und Schutz.

Das Aussenministerium rief alle Parteien zu Zurückhaltung auf. Sie seien an das Völkerrecht gebunden, das auch die Sicherheit des Personals von humanitären Organisationen fordert.

In der Mitteilung nahm das EDA auch vom Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir Kenntnis, den der Internationale Strafgerichtshof am Mittwoch erlassen hatte.

Nach der Ausstellung des Haftbefehls hatte der Sudan umgehend angekündigt, rund ein Dutzend Hilfsorganisationen des Landes zu verweisen. Darunter Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und CARE.

Die Vereinten Nationen prüfen, ob dies einen Verstoss gegen die Menschenrechte oder sogar ein Kriegsverbrechen darstellt.

Seit Beginn des Konflikts im Jahr 2003 in Darfur sind nach Schätzung internationaler Experten mindestens 300'000 Menschen getötet worden.

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