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Schweiz unterstützt UNO-Projekte mit 170 Mio. Franken

AIDS in Afrika: Schweiz hat Dimension der Problematik schon früh richtig eingeschätzt.

(Keystone)

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt im laufenden Jahr verschiedene UN-Organisationen mit insgesamt 170 Mio. Franken. Die Erfahrungen der Schweiz würden damit in die weltweite Entwicklungspolitik eingebracht, teilte die DEZA am Montag (22.01.) an der Jahresmedienkonferenz in Bern mit.

"Die UN ist seit einigen Monaten ein innenpolitisches Thema in der Schweiz - für die DEZA ist sie seit Jahrzehnten ein Thema", sagte DEZA-Direktor Walter Fust in seinem Referat.

Rund ein Drittel des DEZA-Budgets von 1,1 Mrd. Franken fliesst via internationale Organisationen. Dabei spielen laut Fust die Vereinten Nationen eine wichtige Rolle. 15 UN-Organisationen werden von der DEZA unterstützt.

So erhält das Entwicklungsprogramm UNDP jährlich 52 Mio. Franken, der Kinderhilfsfonds UNICEF 17 Millionen, der Bevölkerungsfonds UNFPA 11,5 Millionen, das Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR 25 Millionen und das Welternährungsprogramm WFP 30 Mio. Franken.

Damit gehört die Schweiz zu den zwölf wichtigsten Geldgebern für UN-Organisationen im Entwicklungsbereich.

"Die UN ist das einzige universelle Forum, in dem sich alle Länder an der Erarbeitung von gemeinsamen Lösungen für globale entwicklungspolitische Herausforderungen beteiligen können",sagte Fust weiter. Die Schweiz ist in den Verwaltungsräten und Leitungsgremien der UN-Unterorgane regelmässig vertreten. Laut Fust konnte und kann die Eidgenossenschaft aufgrund ihrer grossen Erfahrung aus bilateraler Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe viele UN-Organisationen massgeblich mitgestalten.

So habe die Schweiz beispielsweise AIDS von Beginn weg nicht nur als Gesundheitsproblem, sondern als ausgesprochen komplexes Problem mit sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Dimensionen betrachtet. Diesen Ansatz habe das HIV/AIDS-Programm der Vereinten Nationen, UNAIDS, inzwischen offiziell übernommen. Die Schweiz habe ein Mitspracherecht in den UN-Spezialorganisationen, aber nicht in der Kern-UNO, sagte Fust. Aus entwicklungspolitischer Sicht wäre es aber konsequent, wenn die Erfahrungen auch in die politische UNO gebracht werden könnte.

swissinfo und Agenturen


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