Schweiz vertieft Beziehungen zu Mazedonien

Der mazedonische Aussenminister Aleksandar Dimitrov (l.) hat am Dienstag (26.10.) Bundesrat Joseph Deiss (r.) in Bern besucht. Dabei wurde unter anderem ein Abkommen über die bilaterale Zusammenarbeit unterzeichnet.

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 1999 - 17:00 publiziert

Der mazedonische Aussenminister Aleksandar Dimitrov (l.) hat am Dienstag (26.10.) Bundesrat Joseph Deiss (r.) in Bern besucht. Dabei wurde ein Abkommen über die bilaterale Zusammenarbeit unterzeichnet. Beim Treffen konnte zudem das Transitproblem für Kosovo-Rückkehrer gelöst werden. Die Schweiz eröffnet eine Botschaft in Mazedonien.

Die beiden Länder wollen ihre bereits guten und zahlreichen Kontakte noch intensivieren, wie Aussenminister Joseph Deiss nach seinem dritten Treffen mit Dimitrov vor den Medien in Bern sagte. So sollen unter anderem die Exporte aus Mazedonien in die Schweiz verstärkt werden. Zudem soll in den nächsten Monaten die erste Botschaft der Schweiz in der mazedonischen Hauptstadt Skopje eröffnet werden. Der Botschafter sei ernannt, das Agreement stehe aber noch aus, sagte Deiss. Der Name des Botschafters wurde vorerst nicht bekannt gegeben.

Die Schweiz habe von der mazedonischen Regierung zudem grünes Licht für den Transit von Kosovo-Rückkehrern auf dem Landweg durch Mazedonien erhalten, sagte Deiss weiter. Ein erster Konvoi mit Rückkehrwilligen soll so bald wie möglich auf die Beine gestellt werden.

Dimitrov bezeichnete die bilateralen Beziehungen als ausgezeichnet. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die wirtschaftlichen Kontakte dasselbe Niveau wie die politischen erreichten. Auch dankte er der Schweiz für die Unterstützung und Hilfe bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms im Kosovo-Krieg. Mazedonien werde alles tun, um der Balkan-Region zu Stabilität, freier Marktwirtschaft und Demokratie zu verhelfen, sagte Dimitrov.

Das in Bern unterzeichnete Abkommen über technische und finanzielle Zusammenarbeit sowie humanitäre Hilfe regelt die Modalitäten der schweizerischen Unterstützung für den Reformprozess in Mazedonien, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Es soll vorerst fünf Jahre in Kraft bleiben. Bei der technischen Zusammenarbeit wird vor allem die Vermittlung von Fachwissen angestrebt. Besonders gefördert werden Projekte zur Förderung der inter-ethnischen Beziehungen, zur Reform im Sozialsektor, der Privatisierung der Wirtschaft und der Umwelt.

SRI und Agenturen

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