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Schweizer Börse kann sich Negativsog nicht ganz entziehen

Das schwere Kursgewitter an der Wall Street vom Freitag hat am Montag (17.04.) auch Asien und Europa erfasst. Während die asiatischen Börsen starke Einbrüche erlitten, kam die Schweizer Börse relativ glimpflich davon.

Dieser Inhalt wurde am 17. April 2000 - 18:06 publiziert

Das schwere Kursgewitter an der Wall Street vom Freitag hat am Montag (17.04.) auch Asien und Europa erfasst. Während die asiatischen Börsen starke Einbrüche erlitten, kamen die Schweizer Börse und die anderen europäischen Börsen relativ glimpflich davon.

Zwei Gründe sind in erster Linie verantwortlich für den dramatischen Kurseinbruch der New Yorker Börse vom vergangenen Freitag: Nach schlechten Quartals- und Jahresergebniszahlen von Microsoft und Gewinnwarnungen von Compaq wurden die Technologiewerte des NASDAQ- Index massiv nach unten korrigiert. In der Folge wurden auch die Standardwerte in die Tiefe gerissen.

Börsen im Sog der Wall Street

Ausserdem läuft das Wirtschaftswachstum in den USA immer noch ungebremst. Versuche die US-Wirtschaft durch moderate Zinsschritte langsam abzuschwächen, gelten als gescheitert (Soft-Landing). Es wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank nun zu drastischen Massnahmen greifen muss, und dadurch das Wachstum der Weltwirtschaft hart abgebremst wird. Die nächste Leitzinserhöhung wird voraussichtlich am 16. Mai erfolgen.

"Kein Markt der Welt kann sich vom US-Markt abkoppeln", sagt Peter Camenzind, stellvertretender Chef Aktienhandel der Bank Vontobel. Das gelte auch für die Schweizer Börse, obwohl die Abschlusszahlen der SMI-Titel für das erste Quartal praktisch durchgehend über den Erwartungen (Ausnahme Roche) lägen.

Kurzer Taucher der Schweizer Börse

Nach Anfangsverlusten haben sich die Aktienkurse an der Schweizer Börse am Montag im Tagesverlauf wieder etwas gefangen. Positiv wirkten sich dabei erwartungsgemäss die am Montag wieder anziehenden Kurse an der Wall Street aus.

Der SMI, der 3,6 Prozent tiefer eröffnet hatte, stabilisierte sich bis Börsenschluss wieder bei 7329,6 Punkten, was einem Verlust von 2,2 Prozent entspricht. Der breiter gefasste SPI gab 1,79 Prozent auf 4970,05 Punkte nach.

Die Wall Street machte am Montag bis 17.00 Uhr einen Teil der Freitagsverluste wieder wett. Sowohl die Standard- als auch die Wachstumswerte drehten in New York ins Plus und zogen damit die Kurse an den europäischen Börsen nach oben.

Der Dow-Jones-Index zog um 1,29 Prozent auf 10 439,18 Punkte an. Auch an der technologielastigen NASDAQ zogen die Kurse gegenüber Freitag ins Plus. Der NASDAQ-Index kletterte um 5,10 Prozent auf 3371,45 Punkte. Standardwerte gesucht

Auf dem Schweizer Markt seien geringere Korrekturen notwendig als in den USA, sagten Analysten. Die Schweizer Börse werde auch der erste Markt sein, der wieder auf die Beine komme, weil die Titel sehr gute Quartalsabschlüsse aufwiesen und einen sehr defensiven Charakter hätten.

Bei den Technologiewerten gebe es überfällige Korrekturen. Bei den Standardwerten liege hingegen kein Grund für Kursrückgänge vor.

swissinfo und Agenturen

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