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Schweizer Bundesbahn gut in Fahrt

Wenig Sand im Getriebe der SBB und etwas Sonne bei der Rechnung 2000. Keystone

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben im vergangenen Jahr beim Personen-und Güterverkehr zugelegt. Dabei hat das Unternehmen einen Gewinn von gut 142 Mio. Franken erzielt, 26 Mio. Franken mehr als 1999. Der Bund leistete Zuschüsse in der Höhe von rund 2,5 Mrd. Franken. Die Gewerkschaft zürnt.

Dieser Inhalt wurde am 09. April 2001 - 13:26 publiziert

Die Zahl der Reisenden stieg um 3,9% auf über 286 Millionen. Das teilte die SBB am Montag (09.04.) mit. Die transportierte Gütermenge wuchs um 5,6% auf gut 60 Mio. Tonnen.

Der Bund entlastet die SBB-Rechnung mit 2,3 Mrd. Franken im Jahr. Er übernimmt zum Beispiel die Kosten für die Schienen-Infrastruktur. Die SBB sind somit kein Privatbetrieb, sondern ein klassischer Service public.

Der Gesamtumsatz der SBB AG (inklusive Abgeltungen des Bundes) betrug letztes Jahr rund 6 Mrd. Franken. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 336,6 Mio. Franken.

Die Abgeltungen für den regionalen Personen-Verkehr und den Huckepackverkehr gingen 2000 zurück. Der Aufwand für das Personal stieg erstmals seit 1993 wieder leicht an.

SEV ist erzürnt

Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV) reagierte verärgert auf den Überschuss und sprach von einer Verschaukelung durch das SBB-Management.

Dieses habe bei der letzten Lohnrunde einen Ertragseinbruch vorausgesagt und keine Lohnerhöhung gewähren wollen, schreibt der SEV. Erst nach einer Demonstration habe sich die SBB-Spitze zu einer einmaligen Zahlung an das Personal bereit erklärt, während das SBB-Topkader gegenüber sich selbst bei
den Löhnen die Spendierhosen angezogen habe.


swissinfo und Agenturen

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