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Schweizer Firmen melden mögliche Beschäftigung von Zwangsarbeitern

Drei Dutzend Schweizer Unternehmen, deren Filialen in Nazi-Deutschland möglicherweise Zwangsarbeiter beschäftigten, haben sich beim New Yorker Richter Korman gemeldet. Sie suchen im Bankenvergleich Schutz vor amerikanischen Klagen.

Dieser Inhalt wurde am 18. September 2000 - 12:42 publiziert

Laut dem am 9. August in Kraft gesetzten Bankenvergleich mussten sich Schweizer Unternehmen mit Tochterfirmen in Nazi-Deutschland, die Zwangsarbeiter beschäftigt hatten, bis zum 25. August melden, um am Vergleich teilhaben zu können. Andernfalls riskierten sie separate Klagen.

Der für den Verteilplan des Bankenvergleichs zuständige Special Master Judah Gribetz veröffentlichte die Liste am Wochenende auf der Swissbankclaims-Website. Sie umfasst drei Dutzend Unternehmen mit rund 250 Tochterfirmen, die während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland aktiv waren.

Die Liste umfasst die Namen der gemeldeten Schweizer Unternehmen, ihrer Filialen in Deutschland und den deutsch besetzten Gebieten, sowie Hinweise über Zwangsarbeiterbeschäftigung. Nicht überall konnten die einzelnen
Filialen aufgeführt werden.

Darunter rangieren Unternehmen wie Georg Fischer, Roche, Nestlé, Clariant, Ciba, Novartis, Villiger, von Roll, Gaba, ABB, Bühler, Saurer, Alusuisse, Leica, Sulzer, Lonza, Unaxis, Holderbank, Danzas, Schindler und Sika.

swissinfo und Agenturen

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