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Schweizer produzieren im Schnitt 660 Kilo Abfall

2003 sind in Haushalten und im Gewerbe 4,8 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle angefallen - 47 Prozent wurden wieder verwertet.

Dank der leicht rückläufigen Abfallmenge bestehen in den Schweizer KVA derzeit keine keine Verbrennungsengpässe mehr.

In der Schweiz sind die Kapazitätsengpässe in den Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) behoben. Dank einer leicht rückläufigen Abfallmenge müssen keine brennbaren Abfälle mehr deponiert werden.

In Haushaltungen und Gewerbe sind im vergangenen Jahr 4,8 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle angefallen, was durchschnittlich knapp 660 Kilogramm pro Einwohner entspricht, teilt das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) mit.

Davon werden 47% (Vorjahr 46%) wieder verwertet. Der Rest, das heisst 2,58 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle, wird zusammen mit brennbaren Industrie- und Bauabfällen (0,44 Mio. Tonnen) sowie Klärschlamm (0,04 Mio. Tonnen) in KVA entsorgt.

2 Prozent weniger

Damit wurden 2003 insgesamt 3,06 Mio. Tonnen Abfälle verbrannt, was im Vergleich zum Vorjahr zwei Prozent weniger ist.

Das BUWAL geht davon aus, dass die Abfallmengen in den kommenden Jahren konstant bleiben. Die noch möglichen Verbesserungen der separaten Sammlung und Verwertung dürften durch die Zunahme der Abfälle auf Grund der sich abzeichnenden Wirtschaftserholung kompensiert werden.

Von den 3,06 Mio. Tonnen brennbaren Abfällen haben die KVA den Löwenanteil, knapp 3 Mio., verbrannt. Rund 20'000 Tonnen wurden zwischengelagert. Diese Lager werden jeweils wieder abgebaut, sobald in den KVA saisonal bedingte Engpässe übewunden sind.

Teure Deponien

Einzelne Regionen ohne eigene KVA wie das Tessin, Ob- und Nidwalden haben noch 70'000 Tonnen brennbare Abfälle auf ihren Deponien abgelagert.

Die Deponierung führt zu erheblichen Gasemissionen und Sickerwasserbelastungen und ist deshalb seit 2000 nur bei fehlenden Verbrennungskapazitäten gestattet.

Künftig kann aber laut BUWAL gänzlich auf die Ablagerung brennbarer Abfälle verzichtet werden. Denn mit der Inbetriebnahme der KVA Thun im vergangenen März stehen in der Schweiz 3,29 Mio. Tonnen Verbrennungskapazität zur Verfügung.

Überkapazitäten vermeiden

Der mit einer Erweiterung verbundene Ersatz der KVA Lausanne und die Realisierung der Anlage im Tessin werden die letzten Lücken im Entsorgungsnetz schliessen.

Das BUWAL will deshalb in Zukunft sein Augenmerk darauf richten, Überkapazitäten zu verhindern. Bund, Kantone und KVA-Verbände arbeiten deshalb eng zusammen. Sie ermitteln den Kapazitätsbedarf und informieren sich gegenseitig über Ausbauprojekte.

Entscheide bezüglich des Ersatzes von KVA-Kapazitäten sollen künftig noch mehr auf die Ergebnisse dieser Koordination abstützen.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

2003 sind in Schweizer Haushalten und im Gewerbe 4,8 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle angefallen.

Das macht im Schnitt 660 Kilogramm pro Einwohner aus.

47 Prozent der Siedlungsabfälle wurden wieder verwertet.

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