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Schweizer sichert Sudan-Einsatz der UNO

Jacques Baud, Militär-, Terrorismus- und Spionage-Experte. RDB

Ein Schweizer wird in Sudans Hauptstadt Khartum ein UNO-Team leiten, das den sicheren Einsatz von Blauhelmen im Südsudan gewährleisten soll.

Dieser Inhalt wurde am 25. April 2005 - 08:20 publiziert

Der Generalstabs-Oberst Jacques Baud beginnt seinen einjährigen Einsatz für die Sicherheit der UNO-Friedensmission am Montag.

"Ich habe das UNO-Mandat akzeptiert", sagte Jacques Baud auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der Westschweizer Zeitung "24 heures".

Baud ist derzeit im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) für friedenserhaltende Operationen zuständig und wird auch vom EDA nach Sudan abgeordnet.

Ein Team von 20 Leuten

Das 20-köpfige Team von Baud ist für die Analyse der Lage und die Sicherheit der UNO-Mission im Sudan (UNMIS) zuständig.

"Wir erinnern uns noch alle an den Anschlag gegen das UNO-Hauptquartier in Bagdad im August 2003", sagte Baud. Damals waren 21 Menschen ums Leben gekommen, darunter der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Sergio Vieira de Mello.

Darfur wird beobachtet

Das Team wird sich auch mit der politischen Entwicklung im ganzen Land befassen sowie mit zivilen und militärischen Behörden und Hilfsorganisationen in Kontakt stehen. Auch die Lage in der westsudanesischen Region Darfur werde beobachtet, da es eine Wechselbeziehung beider Probleme gebe, sagte Baud.

Baud wird direkt dem Vertreter von UNO-Generalsekretär Kofi Annan, Jan Pronk, unterstellt sein. Finanziert wird sein einjähriger Einsatz vom Bundesamt für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

10'000 Friedenssoldaten

Die UNO will im Südsudan 10'000 Friedenssoldaten einsetzen, die das im Januar unterzeichnete Friedensabkommen zwischen der sudanesischen Regierung und der südsudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) von Rebellenführer John Garang überwachen sollen.

In dem 21 Jahre anhaltenden Bürgerkrieg im Südsudan waren über 1,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Vier Millionen Menschen wurden vertrieben.

Im Januar hatten Regierung und Rebellen eine Machtteilung sowie die Aufteilung der Öl-Vorkommen vereinbart.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die neue UNO-Mission im Südsudan kostet rund 700 Mio. Franken für das erste Jahr.
10'000 Blauhelm-Soldaten sollen für die Einhaltung des Friedensabkommens zwischen Regierung und Rebellen sorgen.
Im Januar hatten diese eine Machtteilung und die Aufteilung der Öl-Vorkommen vereinbart.

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