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Schweizer Tourismus: Schönwetterlage in Sicht

Gandria im Kanton Tessin: Eine typische touristische Attraktion in der Südschweiz. (swissonline.ch)

Nach der guten Wintersaison erwartet das Staatssekretariat für Wirtschaft für den Sommer eine Fortsetzung des positiven Trends im Schweizer Tourismus.

Dabei wird mit einer deutlichen Belebung der Auslandnachfrage gerechnet. Die mittelfristige Entwicklung im Schweizer Tourismus wird von der Fussball-EM 2008 geprägt.

Die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte im Sommerhalbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5% steigen, prognostizieren das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) und die BAK Basel Economics. Wachstumstreiber werde dabei weiterhin die Nachfrage aus dem Ausland sein, teilte das seco am Donnerstag mit.

Der Zuwachs liegt hier bei 1,8%. Die Zunahme deutscher Gäste wirke sich positiv aus. Doch auch die Herkunftsländer USA, Japan und neue Märkte wie Russland und China verhelfen dem Tourismus in der Schweiz zu Wachstum. Die Binnennachfrage wird laut der Prognose um 1,2% steigen.

Samba-Fieber in Weggis

Besonders profitieren vom positiven Trend werden die Tourismusorte in den Bergen (Berner Oberland, Graubünden, Wallis, Zentralschweiz) und im Süden (Tessin).

Einmalige Ereignisse kurbeln die Nachfrage besonders an: Die Zentralschweiz dürfte dank des Trainingslagers der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft in Weggis, Kanton Luzern, an Attraktivität gewinnen, das Tessin könnte von einer Sonderaktion der Raiffeisenbank profitieren und das Berner Oberland vom Unspunnenfest Anfang September mit rund 100'000 Besuchern.

Guter Winter

Bereits die Wintersaison verlief für den Schweizer Tourismus sehr positiv. Die Zahl der Übernachtungen stieg nach neusten Schätzungen um 4,0%.

Hauptgrund für das erfreuliche Wachstum war die dynamische und breit abgestützte Konjunktur im In- und Ausland sowie das gute Wetter. Das brachte den Städten mehr Geschäftstouristen und den Berggebieten mehr Wintersportler.

Besonders stark stieg die Nachfrage aus Grossbritannien, Frankreich und auch Russland und China. Im Vergleich zum Vorjahr übernachteten 5,6% mehr ausländische Touristen in Schweizer Hotels.

Die Zahl der Gäste aus dem Inland stieg um 2,1% auf 6,4 Millionen Übernachtungen - das zweitbeste Resultat seit 1980.

Moderates Wachstum 2007

Für das gesamte Tourismusjahr 2006 (November 2005 bis Oktober 2006) wird damit eine Zunahme der Übernachtungen von 2,6% erwartet. Die Schätzung liegt damit deutlich über jener vom November 2005, als noch von 1,1% Zunahme ausgegangen worden war.

Für das Tourismusjahr 2007 sehen die Experten eine Abschwächung voraus. Mit 0,4% mehr Übernachtungen werde der positive Trend aber anhalten; wiederum dank ausländischer Gäste, welche die stagnierende Binnennachfrage aufwiegen werden.

Magnet Euro 08

Die Fussball-Europameisterschaft in der Schweiz (ein Teil davon findet auch in Österreich statt) werde 2008 dem Tourismus neuen Schub verleihen, schreibt das seco.

Die Euro 08 wird im eigenen Land nach den Schätzungen des seco eine Zusatznachfrage von 750'000 Hotelübernachtungen, beziehungsweise einen Anstieg von 2,5% auslösen. Davon werden vor allem die Städte profitieren können.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Das Binnenland Schweiz vereinigt auf kleiner Fläche zahlreiche touristische Gebiete mit ausgeprägten Unterschieden. Es gibt drei Tourismus-Regionen: "Grosse Städte", "Alpenraum" und "Restliche Gebiete".

Zu den grossen Städten gehören Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich. Der Alpenraum besteht aus dem Berner Oberland, Graubünden, Tessin, Wallis und der Zentralschweiz. Unter den restlichen Gebieten versteht man die Schweiz ohne grosse Städte und den Alpenraum

Alpen und Voralpen machen in der Schweiz 60% des Landesterritoriums aus, das Mittelland 30% und der Jura 10%.

Aufgrund der Lage in Mitteleuropa ist die Schweiz von den vier europäischen Hauptklimagebieten beeinflusst: ozeanische, nordeuropäische, mediterrane und kontinentale Klimaeinflüsse. Das Mittelland weist ein gemässigtes Klima auf, ansonsten ist der Wetterablauf regional recht verschieden.

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