Schweizerische Industrie-Gesellschaft (SIG) verbucht einen Verlust von 43 Millionen Franken

Der international tätige Maschinenkonzern SIG mit Sitz in Neuhausen (SH) hat 1999 einen Verlust von 43 Millionen Franken erlitten. Grund dafür sind Rückstellungen im Betrag von 111 Millionen Franken für die Mitte Januar angekündigte Restrukturierung.

Dieser Inhalt wurde am 09. März 2000 - 15:44 publiziert

Die Anfang Jahr angekündigte Restrukturierung hat den SIG-Konzern in die roten Zahlen gebracht. Für 1999 verbucht die international tätige Unternehmung nach Restrukturierungsrückstellungen einen Verlust von 43 Millionen Franken.

Die schwergewichtig in der Verpackungstechnologie tätige Schweizerische Industrie-Gesellschaft (SIG) bekam 1999 in Asien, Südamerika und Osteuropa eine schwache Konsum- und Investitionsneigung zu spüren, wie der Konzern mit Sitz in Neuhausen am Rheinfall (SH) am Donnerstag (09.03.) mitteilte.

Deswegen musste auch vor Rückstellung von 111 Millionen Franken für die Restrukturierung ein Ertragseinbruch hingenommen werden: Ohne Rückstellung verzeichnete die SIG gegenüber 1998 einen Gewinneinbruch um 33 Prozent auf 68 Millionen Franken.

Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungsrückstellung ging um 30 Prozent auf 107 Millionen Franken zurück. Der Cash-flow (selbst erarbeitete Mittel) reduzierte sich um zwei Prozent auf 261 Millionen Franken.

Der Generalversammlung vom kommenden 30. März wird eine Dividendenkürzung beantragt. Die Ausschüttung soll um fünf Franken auf 12,50 Franken je Aktie sinken.

Der SIG-Umsatz stagnierte bei 1,950 Milliarden Franken. Zuwachsraten wiesen die Konzernbereiche SIG Combibloc und SIG Positec auf. Bei SIG Pack war der Umsatz leicht rückläufig, und im Waffengeschäft SIG Arms lag er deutlich unter den Vorjahreswerten.

Der Bestellungseingang stieg um ein Prozent auf 1,925 Milliarden Franken; Zuwächse verzeichneten SIG Combibloc und SIG Positec, während SIG Pack stagnierte und SIG Arms einen Rückgang verzeichnete.

Die Beschäftigtenzahl sank im Berichtsjahr konzernweit um zwei Prozent auf 7'185. Der im Zuge der Restrukturierung geplante Abbau von insgesamt 370 Stellen, soll schwergewichtig in der Schweiz sowie in Deutschland und den USA vorgenommen werden.

Bei der Mitte Januar angekündigten Restrukturierung werden, wie berichtet, nicht nur 370 Arbeitsplätze abgebaut, sondern auch das traditionsreiche Waffengeschäft verkauft; mit dessen Aufteilung in die Bereiche Jagd und Sport, Pistolen sowie Spezialwaffen/Läufe seien günstige Voraussetzungen für den Verkauf geschaffen worden. Daneben seien auch Bewertungskorrekturen bei Lagerbeständen und Standortsanierungen nötig.

Die Massnahmen schaffen nach Angaben der SIG die Grundlage für eine nachhaltig verbesserte Ertragslage. Das künftige Wachstum der SIG werde dadurch gesichert. Bereits für dieses Jahr wird mit deutlichem Umsatz- und Ertragswachstum gerechnet.

swissinfo und Agenturen

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