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seco geht von beschleunigtem Wachstum aus

Der Schweizer Konjunkturhimmel: Zieht die dunkle Wolke ab oder schon wieder auf?

(swissinfo.ch)

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) bestätigte am Freitag seine frühere Voraussage, dass das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) in diesem Jahr um 1,8% und im kommenden Jahr um 2,3% steigen wird.

Die Ökonomen des Bundes bleiben trotz der Ölpreishausse für die Schweizer Wirtschaft zuversichtlich.

Die Konjunkturexperten des Bundes halten in der am Freitag vorgelegten Herbstprognose an ihren Einschätzungen für das laufende Jahr sowie für 2005 fest. "Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich der bescheidene Aufschwung nach drei Jahren Stagnation verstärken wird", sagte seco-Chefökonom Aymo Brunetti zur jüngsten Prognose seiner Expertengruppe.

Die Erdölpreisentwicklung bilde zwar einen grossen Unsicherheitsfaktor und wirke bei einem prognostizierten Durchschnitt von 40 Dollar pro Fass im kommenden Jahr ohne Zweifel dämpfend auf das Wachstum, heisst es in der Mitteilung.

Positiv: Tiefe Zinsen

Dem stünden jedoch positive Einflüsse gegenüber, insbesondere die tiefen realen Zinsen. Die negativen Prognoserisiken hätten im Vergleich zu den früheren Voraussagen allerdings leicht zugenommen, schreibt die beim Staatsekretariat für Wirtschaft (seco) angesiedelte Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes.

Trotz dem bereits wieder verlangsamten Wachstum in den USA werde sich das Wirtschaftswachstum sowohl im Euroraum als auch in der Schweiz fortsetzen.

Leicht mehr Arbeitslose

Leicht nach oben korrigierten die Forscher die Prognosen für die durchschnittliche Arbeitslosenquote im laufenden Jahr. Sie erwarten eine Quote von 3,8% statt wie im Frühjahr 3,7%. Der Trend werde aber im Jahr 2005 eindeutig Richtung sinkender Arbeitslosenzahlen gehen. Im nächsten Jahr rechnen die Experten deshalb weiterhin mit einem Rückgang der Quote auf 2,8%.

KOF etwas tiefer

Mit dem Festhalten an den Wachstumsaussichten liegt das seco leicht über den Einschätzung der Ökonomen des KOF-Konjunkturbarometers. Die Experten der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich haben vor zwei Tagen ein leichtes Abflauen der Dynamik gegen Ende 2004 vorausgesagt. Die revidierten Prognosen will die KOF im September publizieren.

Hingegen positiv schätzt die KOF die Beschäftigungssituation ein. Ein Stellenabbau sei kaum mehr ein Thema. 16% der befragten Unternehmen planen eine Erhöhung des Personalbestandes.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Das seco hält seine Wachstumsprognosen für 2004 und 2005 aufrecht:
1,8% in diesem und 2,3% im nächsten Jahr.
Die hohen Ölpreise dämpfen laut seco die wirtschaftliche Entwicklung.
Bei den Arbeitslosen erhöht das seco die Prognosen leicht von 3,7% auf 3,8% für 2004.
2005 soll die Quote auf 2,8% sinken.

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In Kürze

Das KOF Zürich ist weniger optimistisch als das seco und prognostiziert für 2004 ein BIP-Wachstum 1,4% und 1,9% für 2005.

Leicht tiefer liegen die Voraussagen der BAK Basel Economics mit 1,5% für das laufende Jahr und 1,9% für 2005.

Die Lausanner Konjunkturforschungsstelle Créa sieht seinerseits für 2004 ein BIP-Wachstum von 1,5% und für 2005 ein solches von 1,9%.

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