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Sich etwas Gutes tun

Schweizerinnen und Schweizer geniessen Wellness. Keystone

In Montreux findet noch bis Monatsende die Reise-Fachmesse Travel-Trade Workshop (TTW) statt.

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2002 - 16:14 publiziert

Die Schweizer Reiseveranstalter decken sich mit "Destinationen" ein. Trends sind Bahnreisen in Europa und Wellness-Ferien.

Der Schweizer Reise-Markt ist lukrativ. Gemäss Bundesamt für Statistik geben Herr und Frau Schweizer pro Jahr fast 11 Mrd. Franken im Ausland aus. Damit steht die Schweiz weltweit auf Platz 14 der Ausgaben für Auslandreisen.

Am liebsten reisen die Schweizerinnen und Schweizer immer noch ans Mittelmeer; so nach Frankreich, Spanien und Italien. In Übersee sind es die USA und neu Kanada aber auch Destinationen in Fernost ziehen die Schweizer stark an. Immer mehr Leute kriegen Lust auf eine Kreuzfahrt. Ein weiterer Trend geht hin zu Kurzurlaub und hier drängen sich Städtereisen auf, die immer beliebter werden.

Last Minute

Rund 1000 Aussteller präsentierten im Centre de Congrès in Montreux ihre Angebote auf einer Fläche von ca. 17'000 Quadratmetern. Die Veranstaltung wird -wie schon seit Jahren - von rund 8000 Fachleuten aus der Reisebranche besucht und findet in diesem Jahr zum 27. Mal statt.

Der 11. September beschäftigt noch immer die Tourismusbranche. So wurde in Montreux betont: "Die Anschläge in New York und die Wirtschaftskrise haben das Kundenverhalten nachhaltig geprägt."

"Man merkt sehr deutlich, dass die Kunden zur Zeit extrem preisbewusst sind", sagt TTW-Sprecherin Melinda Cimino gegenüber swissinfo. Das würden auch die Ein-und Verkäufer merken. "Die Preise waren immer ein Thema am TTW, nur in diesem Jahr stehen sie klar an erster Stelle."

Eine weitere Folge des verändertern Kundenverhaltens sei, dass Ferienreisen immer kurzfristiger gebucht würden. "Alles läuft sehr kurzfristig ab", bestätigte Hotelplan-Sprecher Hanspeter Nehmer. Kuoni-Specher Stefan Wehrle doppelt nach: "Der Markt ist von Unsicherheiten geprägt. Die Leute warten ab."

Am Boden bleiben

Die Unsicherheiten lassen sich vor allem bei den Flugreisen ausmachen. Was die Airlines beschäftigt, freut Eisenbahn und Autobranche. "Erdgebundene Reisen" verzeichnen eine deutliche Zunahme. Bahnreisen und Reisen im eigenen Auto haben im Vergleich zum Vorjahr um rund 5% zugenommen. "Ein Bahn-Boom ist ausgebrochen", frohlockt Hanspeter Leu von der Division Personenverkehr der SBB.

Wegen der Expo.02 seien die Leute vermehrt in der Schweiz geblieben. Weil 54% der Expo-Besucherinnen und -Besucher per Bahn an die Landesausstellung reisten, werde 2002 für die SBB zum Rekordjahr.

Mehr Sicherheit

Die Reisenden, so die Reiseveranstalter am TTW in Montreux, würden auch immer mehr Sicherheit auf ihren Reisen verlangen. "Menschen, die reisen, sehen Mobilität als Normalität", sagt Kuoni-Mann Wehrle. Dazu gehöre auch, dass Sicherheit gewährleistet werde. TUI-Sprecher Roland Schmid sieht das Problem bei Ein- und Ausreise: "Die Leute wollen Sicherheit, aber keine stundelangen Einreiseprozeduren."

Fragt man die Reiseveranstalter, dann lassen sich nebst den traditionellen Reisezielen und Reisearten auch neue Tendenzen bei den Schweizer Touristen ausmachen. Dazu gehören, wie bereits erwähnt, Bahnreisen in Europas Städte, aber auch Wellness-Kurz-Ferien.

Der grosse Schweizer Reiseveranstalter Hotelplan verzeichnet in diesem Segment zweistellige Zuwachsraten. Kuonis Stefan Wehrle: "Die Leute wollen sich in dieser misslichen Zeit etwas Gutes tun."

Takt-Flugplan Zürich-Genf

Um Reisende aus der Schweiz und Umsteiger in Zürich, die in Genf weiterfliegen müssen schneller an den Zielflughafen zu bringen, wird die Schweizer Fluggesellschaft Swiss ihren Shuttle-Betrieb zwischen Genf und Zürich optimieren. Zehnmal täglich fliegt sie nun zwischen den beiden Städten hin und her - in einem Takt-Flugplan von gut neunzig Minuten.

Mit der Optimierung des Flugplans wird bis im März 2003 eine Auslastung der Flugzeuge von 65 Prozent angestrebt. In den vergangenen sechs Monaten seien gegen 370'000 Passagiere zwischen Genf und Zürich mit Swiss geflogen, sagte Giovanni de Carlo, Generaldirektor der Swiss Westschweiz. "Der Shuttle enspricht einem Kundenbedürfnis", sagte de Carlo.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Rund 1000 Austeller

Etwa 8000 Besucher aus der Tourismusbranche

Lehrlings-Workshop während 3 Tagen für alle Lehrlinge von Schweizer Reisebüros.

Spezieller Bereich für IT-Firmen (IT-World)

TTW Extrazug, täglich, Zürich-Montreux-Zürich

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