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Spitalaufenthalt Fünf zu vermeidende medizinische Interventionen

Ein Übermass an medizinischen Behandlungen gefährdet Patienten und erhöht die Kosten. Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin empfiehlt daher, fünf Interventionen im stationären Bereich zu vermeiden.



Die Qualität steigern und Kosten verringern: Das ist das Ziel der fünf Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin.

Die Qualität steigern und Kosten verringern: Das ist das Ziel der fünf Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin.

(Keystone)

Die "Top 5"-Listeexterner Link der grössten Schweizerischen Berufsorganisation im Bereich Medizin entstand aus der Arbeit einer Expertengruppe. Die Empfehlungen richten sich an Internisten, die nicht selten zu Schwerkranken mit mehreren Leiden gerufen werden. "In diesen Fällen stellt sich offensichtlich die Frage des Verhältnisses zwischen übermässiger Behandlung und Einschränkung der Lebensqualität", betont die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM).

Die fünf goldenen Regeln:

1.  Ohne klinisch spezifische Fragestellung keine umfangreichen Blut- oder Röntgenuntersuchungen in regelmässigen Abständen (zum Beispiel täglich) verordnen.

2.  Keine Dauerkatheter bei Inkontinenz legen oder liegen lassen, wenn dies nur dem Komfort oder zur Überwachung des Urinvolumens bei nicht-kritisch kranken Patienten dient.

3.  Keine Transfusion von mehr als der minimal benötigten Menge Erythrozyten-Konzentrate verordnen, um Anämiesymptome zu lindern oder einen sicheren Hämoglobinwert zu erreichen.

4.  Ältere Menschen während des Krankenhausaufenthalts nicht zu lange im Bett liegen lassen. Individuelle therapeutische Ziele sollten sich an den Werten und Präferenzen der Patienten orientieren.

5.  Älteren Menschen als erste Wahl keine Benzodiazepine, andere Beruhigungsmittel oder Hypnotika gegen Schlaflosigkeit, Unruhe oder Delirium verabreichen und das Rezeptieren solcher Medikamente bei Spitalaustritt vermeiden.

Das ist bereits die zweite "Top 5"-Liste der SGAIM. Vor zwei Jahren stellte sie eine Liste für den ambulanten Bereich vor. Die SGAIM möchte mit den Listen die wichtige Thematik der unnützen Behandlungen bekannt machen.

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