Steigende Kriegsmaterial-Exporte

Im Gegensatz zu den Gesamtausfuhren haben die Schweizer Exporte von Kriegsmaterial in den ersten neun Monaten dieses Jahres weiter zugenommen. Die Ausfuhren beliefen sich auf 508,1 Mio. Franken. Das waren 9 Millionen oder 1,8% mehr als in der Vorjahresperiode.

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2009 - 08:59 publiziert

Grösster Abnehmer von Schweizer Kriegsmaterial war Deutschland mit 97,1 Mio. Franken oder fast 40 Millionen mehr als in der Vorjahresperiode, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte.

Noch stärker gestiegen ist die Kriegsmaterialausfuhr nach Saudiarabien, nämlich von 1,4 auf 66,4 Mio. Franken. Dänemark kaufte in der Schweiz Waffen für 65,9 Mio. Franken. Massiv gesunken sind im Vorjahresvergleich die Ausfuhren nach Pakistan, und zwar von 91,4 auf 1,5 Mio. Franken.

Die Kriegsmaterialausfuhren werden wegen der bevorstehenden Abstimmung am 29. November über die Exportverbots-Initiative mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. 2008 hatten die Ausfuhren gemessen am Absolutbetrag einen historischen Höchststand von 722 Mio. Franken erreicht. Gemessen an den Gesamtausfuhren blieb der Anteil mit 0,35% aber vergleichsweise unbedeutend.

Die quartalsweise Statistik der Zollverwaltung führt lediglich die Erstbestimmungsländer auf. Die Zahlen basieren auf den Angaben der Exporteure und ihren Ausfuhr-Deklarationen.

swissinfo.ch und Agenturen

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