Süsse Zahlen für Barry Callebaut

Süsser Erfolg für den grössten Schokoladenproduzent der Welt. Keystone

Der grösste Schokoladenproduzent, Barry Callebaut in Zürich, hat sein Geschäftsjahr 2003/2004 mit einem Rekordumsatz von über 4 Mrd. Franken abgeschlossen.

Dieser Inhalt wurde am 10. November 2004 - 10:13 publiziert

Trotz schwierigem Umfeld will der Konzern weiterhin doppelt so schnell wachsen wie der weltweite Schokoladenmarkt.

"In den ersten zwei Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnten wir in allen Geschäftsbereichen ein sehr gutes organisches Volumenwachstum verzeichnen", erklärte Konzernchef Patrick De Maeseneire am Mittwoch. Im Ende August abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 steigerte Barry Callebaut den Reingewinn um 12% auf 115,6 Mio Franken.

Das vierte Quartal sei in allen Geschäftsbereichen einschliesslich des Bereichs Verbraucherprodukte Europa stark verlaufen, hiess es weitere.

Rekordumsatz

Der Umsatz übertraf erstmals die Marke von 4 Mrd. Franken und stieg um 13,4% auf 4,049 Mrd. Franken. Davon entfielen 402,7 Mio Franken auf die Übernahme von Brach's, die im gesamten Geschäftsjahr konsolidiert wurde, wie auch auf die sechs Monate konsolidierte zugekaufte Luijckx.

Das organische Umsatzwachstum machte 5% aus. Die Verkaufsmenge wuchs um 13,5% auf gut eine Million Tonnen. Ohne Berücksichtigung von Übernahmen und Geschäftseinstellungen stieg das Verkaufsvolumen um 4,4% verglichen mit einem Wachstum des Weltmarktes um ein Prozent, hiess es weiter.

Mehr Schwierigkeiten in Europa

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 9,4% auf 228,3 Mio. Franken. Dabei legten die Geschäftsbereiche Kakao, industrielle Kunden und Gourmet & Spezialitäten deutlich zu.

Hingegen schnitt die EBIT-Entwicklung bei Verbraucher-Produkten in Europa wegen des Margendrucks und wegen der stark gestiegenen Haselnusspreise "nicht befriedigend" ab, wie es weiter hiess.

Anstelle einer Dividende soll der Nennwert um 7,80 Franken pro Aktie reduziert werden.

Zuversichtlich fürs nächste Geschäftsjahr

Das Unternehmen sieht sich durch die Einführung spezialisierter Fabriken in allen Geschäftsbereichen gut positioniert, um auch in den kommenden Jahren ein starkes und profitables Wachstum generieren zu können.

Analysten hatten für 2003/04 mit einem Gewinn von 107 Mio. Franken gerechnet. Der Umsatz war auf 3,91 Mrd. bis 4,02 Mrd. und das EBIT auf 226 Mio. bis 228 Mio. Franken geschätzt worden.

Problemfall Elfenbeinküste

Die drei Barry Callebaut-Fabriken in der Elfenbeinküste sind wegen der dort ausgebrochenen Kämpfe seit vergangenem Sonntag geschlossen. Das Unternehmen ist jedoch zuversichtlich, den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Kunden im Schokoladenbereich nachkommen zu können, so Barry Callebaut.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Geschäftsjahr 2003/2004:

Umsatz: 4,049 Mrd. Fr. (+13,4%)

Reingewinn: 115,6 Mio. Fr. (+12%)

Gewinn vor Steuern (EBIT): 228,3 Mio. Fr.

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In Kürze

Mit einem Jahresumsatz von über 4 Mrd. Franken zählt die in Zürich ansässige Barry Callebaut zu den weltweit führenden Herstellern von hochwertigen Kakao- und Schokoladenprodukten und Süsswaren.

Im alleinigen Bereich Schokoladen-Produktion ist Barry Callebaut weltweit die Nummer eins.

Barry Callebaut unterhält über 30 Produktions-Standorte in 22 Ländern und beschäftigt weltweit rund 9000 Mitarbeitende.

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